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bewegendes

Jo´s alternativer Desktop: Nettigkeiten im Hintergrund

Mars attacks!

Faszinierender als Mond und Erde sind für viele aber ferner gelegene Gesteinskugeln. So z. B. der Mars, der zur Zeit sehr im Trend liegt. Kurzerhand kartographierte jemand den roten Planeten, implementierte seine Arbeit in xearth und nannte die Kreuzung xmars [2]. Doch wer nun diesen marsianischen Sourcecode übersetzt, erhält noch immer eine irdische Programmdatei: Heraus kommt nicht etwa ein ausführbares xmars, sondern eine Datei mit dem Namen des Urahn – xearth. Händisches Umbenennen beim Installieren bietet sich an. Auch ist xmars nicht auf dem aktuellen Stand der zahllosen xearth-Optionen, allerdings gibt es davon immer noch genug.

Abbildung 3: Mars macht mobil – bei Arbeit, Sport und Spiel

Ein weiterer xearth-Abkömmling ist XGlobe [3]. Dieser setzt KDE-gleich auf der Qt-Bibliothek auf und verfügt seinem Ursprung folgend auch über einen adäquaten Aufrufparameter (-kde). Die KDEsche Zusammenarbeit ist somit auf allen virtuellen Desktops gesichert. Zudem bietet XGlobe eine realistischere Erdenkarte als das Original, ist allerdings etwas spärlicher dokumentiert. So hilft nur mühseliges Experimentieren sowie der Befehl xglobe -helpless, will man von den (durchaus gut gewählten) Werkseinstellungen abweichen.

Abbildung 4: Reality-Show XGlobe

Doch ein Parameter -kde ist kein ausreichendes Argument, um KDE zur Zusammenarbeit zu bewegen. KDE will vielmehr ein wenig gebeten werden, was Sie im Hintergrund-Konfigurationsdialog des Kontrollzentrums tun können (Abbildung 5): Wählen Sie anstatt eines Bildes oder einer Farbe Background Program, und vermerken Sie anschließend Ihr favorisiertes Himmelskörper-Tool im Setup...-Dialog.

Abbildung 5: xearth oder xglobe als KDE-Hintergrund?

Drogen

Doch nicht nur hoch am Himmel findet sich sinnvoll Unnützes, auch ein Blick unter Wasser schafft Bewegung auf dem Desktop: Aquarien wird nachgesagt, beruhigend zu wirken, und so ist xfishtank sicher das Valium der Hintergründe. Selbstverständlich können Sie hier die Wasserfarbe bestimmen, ebenso dessen Sauerstoffgehalt und Population. Ein gesundes Mischungsverhältnis braucht man in der Pixelwelt nicht berücksichtigen, dafür aber ästhetische Gesichtspunkte: Mit giftgrünem, sauerstoffbefreitem Wasser und genau einem Fisch dürfte kaum eine beruhigende Wirkung erzielbar sein. Den Weg zum erfolgreichen Aquarianer abseits des Defaults bahnt auch hier ein Manual.

Gelungen ist die Option -d, mit der Sie kein weiteres Wasser hinzugeben brauchen und somit z. B. ein eingescanntes Korallenriff – zuvor beispielsweise mit xsetroot -bitmap korallenriff.xbm als gewöhnliche Hintergrundgrafik gesetzt – als Kulisse für Ihre Schuppentierchen dienen kann. xfishtank lässt seine Fische dann auf dem angetroffenen Desktop-Gemälde umherschwimmen – das Aufmacherbild zeigt die Fische im xglobe-Universum. Ohne die Option -d werden Ihre Fische mit unifarbenem Wasser ohne Dekoration konfrontiert.

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LinuxUser 06/2012

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