Editorial

01.03.2002

Liebe Leserinnen und Leser,

in meiner Freizeit lese ich den vierten und letzten Teil des Romans "Otherland" von Tad Williams (http://www.tadwilliams.com/), eine Zukunftsvision, in der ein technisch weiter entwickeltes Internet, das dort nur noch "the Net" heißt, dank perfektionierter virtueller Realität zum Lebensmittelpunkt vieler Bürger wird. Das "GUI", mit dem man sich durch diese Umgebung bewegt (und das man passend als "Virtual User Interface", VUI bezeichnen könnte), ist so komfortabel, dass leichte Handbewegungen reichen, um etwa Daten abzurufen oder den virtuellen Aufenthaltsort zu ändern. Ob man einen Video-Telefonanruf nun in der echten Welt oder in der virtuellen Umgebung entgegennimmt, ergibt kaum noch einen Unterschied.

So spannend die Romanlektüre ist, wirft sie auch die Frage auf, wieviele Jahre uns noch von derart leistungsstarken Rechnern mit so viel Bedienkomfort trennen. Und wird die kommende Technik auf freier Software basieren oder mit Betriebssystem und Anwendungen eines einzigen kommerziellen Herstellers ausgestattet sein?

Interverse

Einen ersten Schritt in Richtung virtuelle Welten versucht das Projekt "Interverse", http://www.interverse.org/, zu machen; man will nicht weniger als ein Next Generation Internet schaffen: "The Interverse is the next generation interface to the internet. It is the evolution and combination of the web, chat, instant messaging, and voice communication." Die Software ist noch nicht weit entwickelt, aber es gibt bereits Clients für verschiedene Betriebssysteme, darunter auch Linux.

Netzwerke heute

Weniger futuristisch sind die Netzwerke, denen sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet: Es geht um die LANs, Local Area Networks, also die lokalen Netze in der Firma oder daheim. Hier haben wir eine Reihe von einführenden und fortgeschrittenen Themen zusammengestellt; Genaueres erfahren Sie in der Einleitung auf Seite 22.

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