Was ist noch neu?

Das herausragende neue Merkmal von VMware Workstation 3.0 ist sicherlich die XP-Unterstützung. Einige weitere Features haben wir bereits besprochen, außerdem gibt es in der neuen Version:

  • USB-Support, über den sich z. B. von Linux nicht unterstützte USB-Cameras verwenden lassen
  • DVD-Support
  • NAT (Network Address Translation): Bei dieser Netzwerk-Variante teilt sich die virtuelle Maschine die IP-Adresse mit dem Linux-Host. Das macht das Setup einfacher, führt aber auch zu Problemen, wenn etwa beide Rechner (Host und Gast) Dienste auf gleichen Ports anbieten wollen. Dazu bietet Hersteller VMware sogenannte "Guest OS Kits" an: Mit diesen lässt sich ein Gast-Betriebssystem schneller einrichten, da die komplette Installationsprozedur bereits von VMware durchgeführt wurde. Im Fall von Windows 2000 Professional (der einzigen derzeit erhältlichen Variante) beschränkt sich die Installation dann auf die Eingabe der Seriennummer.

Performance

Wir haben VMware auf einem Pentium-IV-1400 installiert. Das Programm wurde sowohl lokal ausgeführt wie auch remote von einem im Netz erreichbaren Rechner aus aufgerufen. In beiden Fällen lief XP im emulierten Rechner mit ausreichender Geschwindigkeit; beim Remote-Aufruf führte nur der verlangsamte Bildschirmaufbau zu Wartezeiten. Den normalen Anwendungsfall stellt aber sicher den Start am Host-Rechner dar; hier lässt sich in jedem Fall flüssig arbeiten.

Die Verbesserungen von VMware Workstation 3.0 gegenüber dem Vorgänger machen ein Update interessant - unverständlich sind die deutlich gestiegenen Preise, die VMware zusammen mit einer zusätzlich benötigten Windows-Lizenz zu einer größeren Investition machen. Mit den neuen Preisen entfernt sich VMware vom Markt der privaten Anwender. Vielleicht erscheint ja in Kürze auch eine 3.0-Version von VMware Express: Das bis vor kurzem erhältliche VMware Express 2.0 erlaubte nur die Installation von Windows als Gastsystem und war deutlich günstiger.

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