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Aller guten Dinge

Endlich ISO Images

Mehrere CDs immer verfügbar zu haben, ist unter Linux schon immer ganz einfach gewesen: Dazu braucht man nur mit

dd if=/dev/cdrom of=/tmp/cd-image.iso

eine Eins-zu-eins-Kopie (ein Image) der CD anzulegen, welche sich dann jederzeit mit

mount -o loop /tmp/cd-image.iso /mnt/cdrom

mounten lässt. Annähernd den gleichen Komfort erlaubt VMware Workstation 3.0 nun auch für Gastsysteme: Im Konfigurations-Editor kann unter SCSI bzw. IDE Devices nun der Gerätetyp "CD-ROM Image" ausgewählt werden. Nach Eingabe des Image-Dateinamens und Klick auf Install steht das CD-Image beim nächsten virtuellen Windows-Start unter einem eigenen Laufwerksbuchstaben zur Verfügung; in Abbildung 10 ist das Image als zusätzliches "Laufwerk E:" zu sehen, das normale CD-ROM-Laufwerk kann natürlich weiter verwendet werden. Dank SCSI-Emulation lassen sich so eine ganze Reihe von Images permanent einbinden.

Abbildung 9: VMware unterstützt nun auch das Einbinden von ISO Images

Abbildung 10: Unter XP erscheint das Image als Laufwerk E:, das "richtige" CD-ROM-Laufwerk ist D:

Aus Sicht von Windows handelt es sich bei den ISO Images um CDs in echten, physikalischen CD-Laufwerken - Software, die prüft, ob sie wirklich von CD und nicht von der Platte oder aus dem Netz gestartet wurde, kann damit zur Zusammenarbeit überredet werden.

Raw Disks - IDE und SCSI

Auf Ihrem System befindet sich noch eine "native" Windows-Installation in einer FAT- oder NTFS-Partition? Dann werden Sie sich über die Möglichkeit freuen, die echte Platte einfach wie eine virtuelle zu integrieren. Im Configuration Editor ordnen Sie dazu einem freien IDE- oder SCSI-Device einfach die passende Gerätedatei (z. B. /dev/hda für die erste IDE-Platte) und den Typ "Raw Disk" zu. Prinzipiell können Sie sogar auf das Anlegen einer virtuellen Platte verzichten und nur mit der echten arbeiten; ein paralleles Booten der gleichen Windows-Installation auf dem echten und virtuellen Rechner dürfte allerdings an zu großen Hardware-Unterschieden scheitern. Dennoch ist der direkte Plattenzugriff vorteilhaft, da Sie nun im Gast-System eine Zugriffsmöglichkeit auf NTFS-Partitionen Ihres Rechners haben: Linux kann NTFS-Dateisysteme ja nur read-only mounten, und auch das bereitet oft Schwierigkeiten. Im Test war der Zugriff auf die echte Platte und zwei von Windows 2000 angelegte Partitionen (NTFS und FAT) problemlos möglich.

Für den direkten Plattenzugriff sind übrigens Lese- und Schreibrechte für die zugehörige Gerätedatei erforderlich. Im Fall von SuSE Linux 7.3 ließ sich das über zwei Methoden erreichen:

  • Aufnahme des Benutzers in die Gruppe disk: Da die Datei /dev/hda dem Benutzer root und der Gruppe disk gehört und die Rechte "rw-rw—-" hat, können alle Mitglieder der Gruppe disk auf die Platte zugreifen. Öffnen Sie als root die Datei /etc/group und ändern Sie die Zeile "disk:x:6:" in "disk:x:6:username", wobei username entsprechend angepasst werden muss.
  • Die zweite Möglichkeit ist simpler aber nur auf einem Ein-Benutzer-Rechner zu empfehlen, da Sie jedem Anwender volle Lese- und Schreibrechte auf die Platte gibt: chmod a+rw /dev/hda.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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