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Aller guten Dinge

Windows XP zu Gast

Uns interessierte hier in erster Linie die XP-Installation, denn dass VMware mit älteren Windows-Versionen gut zusammenarbeitet, war ja schon bekannt. Also wählten wir XP Professional und übernahmen alle Standardeinstellungen zu virtueller Platte und Netzwerkeinrichtung. Nach Bestätigen der Angaben wird der Configuration Wizard beendet, und ein Klick auf Power On im VMware-Fenster aktiviert den virtuellen PC, der dann nach dem üblichen BIOS-Setup-Durchlauf und Selbsttest von der Windows-CD bootet (Abbildung 2, 3).

Abbildung 2

Abbildung 2: Sieht aus wie ein PC, verhält sich wie ein PC: Start des virtuellen Rechners

Abbildung 3

Abbildung 3: Start des XP Setup

Nach dem ersten Start des fertig installierten XP verwirrt die Bildschirmdarstellung in vier Bit Farbtiefe - so ist wirklich nichts zu erkennen. Die VMware-Tools, die in VMware integriert sind, können diesen Zustand aber schnell beheben. Dazu wählt man einfach in VMware den Menüpunkt Settings/VMware Tools Install (Abbildung 4). Nach Bestätigen eines Hinweis-Fensters per Klick auf Install wird ein neues virtuelles Laufwerk eingebunden, und XP startet automatisch das darauf gespeicherte Setup-Programm. XP scheint der installierte Grafikkarten-Treiber nicht wirklich zu gefallen, was mit einer Warnung quittiert wird - hier geht es nach einem Klick auf Installation fortsetzen aber problemlos weiter. Der neue Treiber wird (ohne Neustart!) sofort aktiviert, so dass z. B. das problemlose Bewegen des Mauszeigers aus dem VMware-Fenster hinaus möglich ist und dank erhöhter Farbtiefe auch der Desktop so erscheint, wie man es erwartet. Das ist gegenüber früheren VMware-Versionen sehr schön gelöst. Über den Eigenschaften-Dialog (Kontextmenü auf leerem Desktop) lässt sich nun noch eine brauchbare Auflösung, z. B. 1024x768, einstellen, und dann kann man mit der Arbeit beginnen (Abbildung 5).

Abbildung 4

Abbildung 4: Das "Einlegen" der VMware-Tools-Diskette erfolgt per Menüpunkt

Abbildung 5

Abbildung 5: Sind die VMware Tools installiert, kann auch die Auflösung hochgesetzt werden

Netzwerk

Out of the box stellt VMware einen DHCP-Server auf dem virtuellen Netzwerk-Interface vmnet1 bereit, über das XP nach Einrichten der VMware-Netzwerkkarte eine IP-Adresse bezieht und auf den Host-Rechner zugreifen kann. VMware verwendet hierbei ein eigenes Subnetz, das von einem eventuell vorhanden normalen Netzwerk getrennt ist. Wer das nicht will, weil zum Beispiel auf ein Internet-Gateway im lokalen Netz zugegriffen werden soll, der kann dem Gastsystem auch eine Adresse im lokalen Netz zuordnen. Die Änderung der Konfiguration ist unter Windows XP schnell erledigt:

Abbildung 6

Abbildung 6: Um auf Server oder Gateway im lokalen Netz zugreifen zu können, passen Sie einfach XPs Netzwerkeinstellungen an

  • Öffnen Sie die Systemsteuerung über Start/Systemsteuerung.
  • Doppelklicken Sie Netzwerkverbindungen.
  • Klicken Sie auf das Icon LAN-Verbindung.
  • Im neuen Fenster "Status von LAN-Verbindung" aktivieren Sie den Button Eigenschaften.
  • Ein zweites Fenster erscheint. Wählen Sie in der Liste den Punkt "Internetprotokoll (TCP/IP)" aus und klicken Sie auf Konfigurieren.
  • Im dritten (und letzten hier benötigten) Fenster "Eigenschaften" aktivieren Sie die manuelle Eingabe von IP-Adresse, Subnetz, Gateway und DNS-Server und tragen die für das lokale Netzwerk notwendigen Daten ein. Die verwendete IP-Adresse muss natürlich noch verfügbar sein.
  • Schließen Sie alle Fenster (in umgekehrter Reihenfolge) durch Auswahl von OK bzw. Schließen.
Abbildung 7

Abbildung 7: Auf der Kommandozeile können Sie die korrekten Einstellungen mit "route print" überprüfen

Ein Reboot ist nicht notwendig, XP erlaubt wie schon der Vorgänger Windows 2000 die Änderung der Netzwerkkonfiguration ohne Neustart. Wenn alles geklappt hat, können Sie in einem Konsolenfenster (Start/Alle Programme/Zubehör/Eingabeaufforderung) die Netzwerkroute überprüfen (Abbildung 7) und mit dem vorinstallierten Internet Explorer einen ersten Test der Verbindung starten (Abbildung 8).

Abbildung 8

Abbildung 8: Wenn die Verbindung steht, lässt sich auch die LinuxUser-Homepage in XPs Internet Explorer aufrufen

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