GNOME-Foundation-Wahlen
Etwas später als erwartet stehen jetzt die Ergebnisse der zweiten GNOME-Foundation-Wahlen fest [1]. Da ein Großteil der professionellen GNOME-Entwickler entweder bei Ximian oder Red Hat angestellt ist, griff dieses Jahr eine spezielle Klausel, nach der nicht mehr als vier Direktoren beim gleichen Unternehmen beschäftigt sein dürfen.
Statt Michael Meeks rückten deshalb James Henstridge und George Lebl auf. Nicht gewählt wurde der Gründer der Free Software Foundation, Richard M. Stallman (bekannt als RMS), dessen Selbstnominierung für viel Aufsehen sorgte. Er vertritt teilweise sehr extreme Ansichten in Sachen freier Software.
Mit dabei sind natürlich wieder Miguel de Icaza und Federico Mena-Quintero - die beiden Gründer des Projekts - sowie andere alte Bekannte.
Neben diversen rechtlichen Fragen, die noch offen stehen, muss das neue GNOME Foundation Board nun auch die Details der nächsten GUADEC klären. Diese wird voraussichtlich im April in Sevilla stattfinden.
Portierhilfen für GNOME 2
GNOME 2 bedeutet mehr für Programmierer als für die Benutzer eine Umstellung, da die inzwischen als Beta vorliegende Plattform inkompatible API-Änderungen mit sich bringt. Damit viele Entwickler die Möglichkeiten der neuen Plattform nutzen, findet sich unter [2] ein Portierungs-Leitfaden und unter [3] eine Dokumentation der GTK2-APIs.
Wer bei der Entwicklung seines Programms auf Glade zurückgegriffen hat, wird sich voraussichtlich einen Teil der Arbeit sparen können, da sich alte Glade-Dateien konvertieren lassen werden.
GNOME ist jedoch mehr als nur die Plattform - alle Programme sollen ein gemeinsames Look & Feel teilen. Wer sein Programm auf GNOME 2 portiert, sollte deshalb einen Blick in die Human Interface Guidelines [4] werfen.
So sollen GNOME-2-Programme zum Beispiel den Abbrechen-Button links vom Aktions-Button (also z. B. Speichern) darstellen. Falls diese Regel konsequent durchgesetzt wird, steigt beim Benutzer die Produktivität.



