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Datensammler

Datenbankenmanipulation mit Rekall

01.02.2002 Der Zugriff auf Datenbankserver wie MySQL ist normalerweise umständlich: Mit Rekall von theKompany.com steht ein Programm zur Verfügung, das die Verwaltung von Daten erleichtert.

Rekall ist ein Datenbank-Frontend, mit dem Sie auf Datenbanken zugreifen, um die darin enthaltenen Daten zu bearbeiten. Als Frontend verfügt es selbst über keine Datenbankfunktionalität – die stellt ein (separat zu installierender [4]) SQL-Datenbankserver zur Verfügung.

Installation

Die Rekall-Testversion erhalten Sie auf der SourceForge-Projektseite [1] und auf der Heft-CD. Beim Kauf des Produkts [2] erhalten Sie den Quelltext der Anwendung, den Sie für Ihre eigenen Zwecke verändern, aber nicht an andere weitergeben dürfen [3]. Die Downloadversion kostet 69,95 US-$, eine Lieferung auf CD 79,95 US-$ zuzüglich Versandkosten.

Zusätzlich zum Binary für Ihre Distribution benötigen Sie noch die xbase- und xbsql-Pakete, die wir Ihnen ebenfalls auf die CD gebrannt haben. Weiterhin müssen MySQL oder PostgreSQL sowie die Devel-Pakete beider Datenbanksysteme installiert sein – ohne Datenbankserver kann Rekall nun einmal keine Daten manipulieren. Als Testsystem fand Linux Mandrake 8.0 (und damit das Paket rekall-0.6-1_tkc_mdk80.i386.rpm) Verwendung.

Die Installation geht leicht von der Hand: Zunächst installiert root mit dem Befehl rpm -Uvh xbase-2.0.0-1_tkc_mdk80.i386.rpm die xbase-Bibliothek und sorgt mit rpm -Uvh xbsql-0.6-1_tkc_mdk80.i386.rpm dafür, dass Sie mit SQL-Befehlen auf dbase-Datenbanken zugreifen können. Zum Schluss befördern Sie Rekall selbst mit dem Kommando rpm -Uvh rekall-0.6-1_tkc_mdk80.i386.rpm auf die Festplatte. Nachdem Sie die root-Rechte wieder abgegeben haben, starten Sie das Programm mit dem Befehl rekall & in einer Konsole.

Leistungsumfang

Nach dem Programmstart bestimmen Sie einen Datenbankserver, der die Daten verwaltet. Zur Auswahl stehen MySQL und PostgreSQL. Ferner können Sie auf Daten im dbase-Format, das in der DOS- und Windows-Welt weit verbreitet ist, zugreifen.

Wenn Sie sich mit dem Server verbunden haben, beginnen Sie bei einer jungfräulichen Datenbank damit, die Tabellen zur Aufnahme der Daten zu erstellen. Rekall verfügt zu diesem Zweck über einen komfortablen Tabelleneditor (Abbildung 1).

Abbildung 1: Tabellen entwerfen

Abbildung 2: Daten eingeben

Nach dem Anlegen der Tabellen können Sie sofort mit der Dateneingabe anfangen (Abbildung 2). Zu diesem Zweck benötigte Formulare gestalten Sie im Formulardesigner. Wie in einem Grafikprogramm bestimmen Sie darin Form und Aussehen der Eingabeelemente (Abbildung 3).

Abbildung 3: Formulardesigner

Abfragen führen Sie mit Hilfe eines grafischen Abfrageeditors durch. Mit ihm lassen sich Beziehungen zwischen Tabellen herstellen und SQL-Befehle eingeben. Auch für Berichte zur Datenausgabe gibt es ein grafisches Helferlein, das ähnlich funktioniert wie der Formulareditor.

Alle Funktionen des Programms sind mit der Skriptsprache Python steuerbar. Damit lassen sich Eingaben und Programmaktionen automatisieren und Eingabehilfen realisieren.

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LinuxUser 06/2012

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