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Perfekt editiert

jEdit - Professioneller Editor auf Java-Basis

01.01.2002 Wo früher leistungsfähige aber schwer zu erlernende Editoren wie emacs oder vi an der Tagesordnung waren, gibt es heute zahlreiche Alternativen. jEdit ist ein grafischer Editor, der großen Wert auf Benutzerfreundlichkeit legt, dafür aber trotzdem einen sehr beachtlichen Funktionsumfang bietet.

Bei jEdit handelt es sich nicht nur um einen einfachen Texteditor, sondern um einen Editor mit vielen Zusatzfunktionen, welche die tägliche Arbeit wesentlich erleichtern können. Da jEdit ein sehr umfangreiches Programm ist, wollen wir uns in diesem Artikel darauf beschränken, die grundlegenden Funktionen zu betrachten.

Damit Sie zunächst einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten von jEdit erhalten, hier eine Übersicht über vorhandene Features: jEdit bietet Ihnen neben einer uneingeschränkten Undo/Redo-Funktion auch eine beliebige Zahl an Zwischenspeichern. Diese Zwischenspeicher werden von jEdit als Register bezeichnet. Zusätzlich erlaubt der Editor das Setzen so genannter Marker, die das Auffinden einmal markierter Textpositionen besonders einfach machen.

jEdit erlaubt das gleichzeitige Öffnen beliebig vieler Dateien in separaten Editor-Fenstern. Jeder Fenster kann dabei noch einmal beliebig oft unterteilt werden.

Syntax-Highlighting inklusive

Besondere Bedeutung hat das eingebaute Syntax-Highlighting: Es werden insgesamt 60 verschiedene Highlight-Modi unterstützt. Darunter finden sich alle wichtigen Programmiersprachen, unter anderem C++, HTML, Java, JavaScript, JSP, Pascal, Perl, PHP, PL-SQL und XSL.

Das mit Abstand wichtigste Feature ist aber die Fähigkeit von jEdit, durch Plugins erweitert zu werden. Das Hinzufügen und Entfernen der Plugins wird hierbei komfortabel über den eingebauten Plugin-Manager verwaltet und bedeutet somit keinen großen Aufwand. Sogar der Download der Plugins ist in den Plugin-Manager integriert, wodurch manuelle Downloads entfallen. Um eine Liste aller zur Verfügung stehenden Plugins zu erhalten, gibt es eine zentrale Anlaufstelle unter http://plugins.jedit.org.

Installation

Bevor wir nun tiefer in die Fähigkeiten des Editors einsteigen, steht zunächst die Installation an, die jedoch besonders einfach ist: Zu finden sind die Programmdateien unter http://www.jedit.org in der Rubrik Download. Zur Auswahl stehen dem Linux-Anwender zwei Pakete, zum Einen ein RPM-Archiv und zum Anderen ein Paket mit integriertem Installationsprogramm.

Sehen wir uns nun die Installation mit Hilfe des Installationsprogramms an. Nachdem der Download der Datei jedit322install.jar erfogt ist, starten Sie die grafisch unterstützte Installation mittels

java -Djava.compiler=none -jar jedit322install.jar

Abbildung 1: Installation in zwei Schritten

Die Installation besteht im Wesentlichen aus drei Teilschritten, in denen Sie die Installationsverzeichnisse und die einzurichtenden Komponenten auswählen. Da die Schritte selbsterklärend sind, wollen wir an dieser Stelle nicht einzeln darauf eingehen. Die Installation sollte vom Administrator root durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Abschluss sollte sich jEdit nun durch Eingabe von "jedit" starten lassen. Auf einigen Distributionen gibt es bereits einen Editor gleichen Namens (Teil des jstools-Pakets) - hier muss also für unsere Java-Version eventuell der volle Pfad eingegeben werden.

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LinuxUser 06/2012

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