Auf die Platte

Installiert haben Sie diesen Window Manager schnell: Entweder spielen Sie ein fertiges RPM-Paket mit der Distributionspaketverwaltung ein, oder aber Sie greifen zum Source. Im letzten Fall sind die Anforderungen an Ihren Rechner erfreulich gering – lediglich das XFree86-Entwicklerpaket (meist xdevel o. ä. genannt) und das Tool make nebst Compiler müssen vorhanden sein. Danach lässt sich der Sourcecode wie folgt installieren:

tar xvfz pwm-1.0.tar.gz
cd pwm-1.0
make depend && make
su -
cd pwm-1.0
make install

Etwas verzwickter als die Installation ist allerdings der Start. Neben einigen distributionsabhängigen Varianten sollte nachfolgender Weg jedoch in jedem Fall zum Ziel führen: Dreh- und Angelpunkt ist hierbei die Datei ~/.xinitrc (bzw. beim grafischen Login ~/.xsession). Sollte dieses File bei Ihnen nicht existieren, darf es einfach neu angelegt werden. Sein Inhalt könnte nun wie folgt aussehen:

#!/bin/sh
exec pwm

Die ganze Datei noch ausführbar machen, und schon sollte Sie beim nächsten Aufruf von startx (bzw. beim nächsten grafischen Login) PWM begrüßen – wenngleich dies recht unauffällig geschieht.

Es wird gemütlich

Sofern der geneigte PWM-User keine eigene Konfigurationsdatei anlegt, verwendet der Window Manager die systemweite unter /etc/pwm/pwm.conf (bzw. /usr/local/etc/pwm/pwm.conf). User-eigene Wünsche lassen sich in der (bei Bedarf) neu anzulegenden Datei ~/.pwm/pwm.conf verwirklichen. Zwar können Sie die gesamte Konfiguration in eine einzige ~/.pwm/pwm.conf verfrachten, doch ebenso ist es möglich, den Inhalt auf mehrere Konfigurationsdateien zu verteilen. Diese müssen dann aus der pwm.conf aufgerufen werden.

Es empfiehlt sich ausdrücklich nicht, die systemweiten Konfigurationsdateien (mit Ausnahme des Startmenüs) zu verändern – fehlerhafte Einträge deaktivieren dessen Funktion vollständig: Was nicht gültig konfiguriert ist, ist später erst gar nicht verfügbar. Definieren sie etwa keine Mausbedienung, so können Sie die Maus auch nicht einsetzen. Insofern ist es besser, lediglich die eigenen Wünsche auf User-Ebene umzusetzen und es ansonsten bei den systemweiten Konfigurationen zu belassen.

Ein Beispiel für eine persönliche Konfigurationsdatei findet sich unter /etc/pwm/sample.conf, die Sie einfach nach ~/.pwm/pwm.conf kopieren können. Hierbei handelt es sich um die zentrale Konfigurationsdatei, in der zunächst das Startmenü, die Tastaturbelegung und die Mausbedienung hinzugeladen werden (wobei Sie deren Inhalt auf Wunsch komplett in diese eine Datei tippen dürfen; nur leidet dabei die Übersicht):

include "menus-default.conf"
include "keys-default.conf"
include "buttons-default.conf"

Möchten Sie hier eigene Vorstellungen verwirklichen, so legen Sie einfach eine solche Datei nach den Vorbildern aus /etc/pwm an und tragen die modifizierten Dateien in Ihrer pwm.conf ein. Die hinzuzuladenden Dateien dürfen sich im systemweiten, als auch im User-eigenen Verzeichnis befinden – PWM durchsucht beide, bevorzugt aber das User-Verzeichnis ~/.pwm. Sollen Ihre Änderungen nun auch Wirkung zeigen, so hilft ein Restart des Window Managers: mit der rechten Maustaste auf den freien Desktop klicken, dann Exit und anschließend Restart wählen.

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