Schlicht ausgeklügelt
Jo´s alternativer Desktop: PWM
Scheibenkleister
PWM kennt zudem mehrere virtuelle Desktops: Widmet man einen der eigentlichen Arbeit, dient ein weiterer dem Browsen im Web und der nächste der Bildbearbeitung. Geht einmal der Platz auf dem Desktop aus, so nimmt man sich eben einen leeren neuen.
Sollen bereits geöffnete Fenster beim Umschalten dorthin mit umziehen, so pinnt man sie auf der Bildschirmoberfläche einfach fest: Ein Mausklick mit der rechten Maustaste auf der Titelleiste klappt das Fenstermenü auf, das auch den Eintrag Tg stick beinhaltet. Hat ein Fenster diese Option aktiviert, so weist eine Markierung in der rechten oberen Ecke der Titelleiste darauf hin. Eine so gekennzeichnete Anwendung ist omnipräsent auf allen virtuellen Desktops. Die erneute Auswahl des entsprechenden Menüpunkts entfernt den Sticker wieder und lässt die Anwendung im aktuellen Workspace zurück.
Auch die Menüs kann man anpinnen – nicht, um sie mit auf Reisen durch diverse Workspaces zu nehmen, sondern um sie immer aufgeklappt im Sichtfeld zu behalten: Ein Mausklick auf eine Menü-Titelleiste verhilft zur bleibenden Darstellung, und ein Doppelklick (bzw. die [Esc]-Taste) setzt dem Spuk wieder ein Ende. PWM kennt zwei Menüs: das auf der mittleren Maustaste befindliche "Go to window"-Menü (Task-Liste), das zwischen den verfügbaren Fenstern umherschaltet, und ein Startmenü, das die rechte Maustaste beherbergt.
Dreingabe
Wem diese Features noch nicht genügen, kann aufatmen: PWM besitzt ein Dock für Window Maker Dockapps. Dies sind spezielle, auf 64x64 Pixel reduzierte, als Icon ablaufende und für den Window Manager Window Waker konzipierte Programme, die in der dortigen Oberfläche angeklipst (gedockt) werden können. PWM-Benutzer brauchen sie nicht einmal mehr anzwicken: Dessen Dock saugt Dockapps selbstständig auf den rechten Fleck, und das zuverlässig, wie Abbildung 3 zeigt.
Das Dock bleibt immer im Vordergrund – ein überlappendes aktives Fenster schiebt sich darunter. Wem es einmal wirklich im Weg ist, blendet es einfach mit der Tastenkombination [Mod1-t] aus. [Mod1] entspricht bei den meisten Tastaturen und System-Konfigurationen der [Alt]-Taste.
Überflüssig zu erwähnen, dass PWM sich auch vollständig und sinnvoll über die Tastatur bedienen lässt. Die Standardbelegung gibt Tabelle 1 wieder.
Tabelle 1: Tastaturbelegung
| Kommando | Funktion |
|---|---|
| [Mod1-Tab] | aktives Fenster inklusive Raising wechseln |
| [Mod1-(1-9,0)] | Workspace wechseln ("0" ist Workspace Nr. 10) |
| [Mod1-m] | Startmenü öffnen |
| [Mod1-g] | "Go to window"-Menü – die Task-Liste |
| [Mod1-d] | "Detach"-Menü – verbundene Fenster lösen |
| [Mod1-t] | Dock ein- oder ausblenden |
| [Mod1-e] | neues xterm herbeirufen |
| [Mod1-Return] | das aktive Fenster ist anschließend über Pfeiltasten verschiebbar |
| [Shift-Strg-w] | Anwendung beenden und Fenster schließen |
| [Shift-Strg-x] | Fenster schließen, ohne Anwendung zu beenden (Anwendung stürzt ab!) |
| [Shift-Strg-s] | Fenster auf Titelleiste reduzieren |
| [Shift-Strg-z] | Fenster anpinnen |
| [Shift-Strg-v] | Fenster vertikal maximieren |
| [Shift-Strg-h] | Fenster horizontal maximieren |
| [Shift-Strg-m] | Fenster maximieren |
| [Shift-Strg-(r/l)] | Raising |
| [Shift-Strg-a] | Fenster an anderes anheften |
| [Shift-Strg-o] | Fenstermenü |



