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Java für die Linux-Plattform

Blackdown

Ebenfalls ein JDK bzw. JRE stellt die Entwicklergruppe von blackdown.org [2] zur Verfügung. Ziel dieser Softwaregruppe ist es, Java auf der Basis des Sun-Quellcodes auf Linux zu portieren. Sie werden sich sicherlich Fragen, weshalb diese Anstrengungen unternommen werden, wenn von Sun bereits eine Linux-Version vorliegt. Blackdown verspricht, spezielle Anpassungen für die Linux-Plattform einzubringen, wodurch das Programmpaket stabiler und schneller werden soll. Da auf den Grundlagen der Sun-Implementierungen gearbeitet wird, dauert es deshalb immer etwas länger, bis die entsprechenden Versionsnummern von Blackdown erreicht werden. Momentan ist die Version 1.3.1 aktuell.

Bei der Frage, ob nun auf eine Version von Sun zurückgegriffen oder ob die Java-Implementierung von Blackdown zum Einsatz kommen soll, gehen die Meinungen weit auseinander. Es hat sich jedoch schon des öfteren gezeigt, dass Implementierungen von Blackdown sehr zuverlässig arbeiten. Ein Blick auf diese Alternative ist also durchaus zu empfehlen.

Die Installation gestaltet sich ebenfalls sehr einfach und ist in wenigen Schritten erledigt. Ob Sie sich nun für das JDK entscheiden oder lediglich das JRE verwenden möchten, ändert an der Installation nichts (außer natürlich den Verzeichnisnamen). Nachdem Sie das tar.gz-Archiv von der Web-Seite heruntergeladen haben, folgt zunächst der übliche Vorgang, das Archiv zu extrahieren:

tar xjvf j2sdk-1.3.1-FCS-linux-i386.tar.bz2

Anschließend finden Sie ein neues Verzeichnis j2sdk1.3.1 im Arbeitsverzeichnis. Auch bei Blackdown sollten Sie auf keinen Fall vergessen, die beiden Systemvariablen PATH und JAVA_HOME wie oben beschrieben zu setzen bzw. anzupassen.

Big Blue

Auch IBM hat in der letzten Zeit die Bedeutung von Java erkannt und bietet JDK und JRE an. Zu finden sind die verfügbaren Versionen unter [3]. Auch hier haben Sie wieder die Wahl zwischen einem Download als rpm-Paket oder tar.gz-Archiv. Die Installation ist weitgehend identisch mit den zuvor besprochenen. Außer der Möglichkeit des kompletten Downloads bietet IBM Ihnen auch noch den Download in vier (JDK) bzw. drei (JRE) gesplitteten Dateien an, was für störungsanfällige Internetzuänge interessant ist. Vor der Installation müssen die Einzeldateien dann zunächst zusammengefügt werden. Dies geschieht mit dem cat-Befehl nach folgender Form:

cat [Datei1] [Datei2] [Datei3] [Datei4] > [Ausgabedatei]

Das IBM-Java-Paket zeichnet sich besonders durch seine hohe Geschwindigkeit aus, da große Teile in C++ geschrieben sind.

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LinuxUser 06/2012

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