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Kaffee mit Milch und Zucker

Java für die Linux-Plattform

01.01.2002
Wer schon einmal mit Java-Programmen gearbeitet hat, kennt den großen Vorteil: Plattformunabhängigkeit. Java-Programme benötigen für die Ausführung jedoch eine Runtime-Umgebung. Welche Möglichkeiten sich derzeit unter Linux bieten, zeigt dieser Artikel.

Während Microsoft versucht, Java wegen des Lizenzstreits mit Sun vollkommen aus folgenden Windows-Versionen (Windows XP) zu verbannen, hat der Linux-Anwender mehr Möglichkeiten denn je, sein System Java-fähig zu machen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die vorhandenen Java-SDKsund JREs, die für Linux zur Verfügung stehen.

Die Qual der Wahl

Neben dem bekannten JDK/JRE von Sun haben Java-Anwender unter Linux eine große Auswahl an Alternativen. Hier die wichtigsten Java-Kits für die Linux-Plattform:

  • Sun JDK 1.3.1 / 1.4 Beta 3
  • Blackdown 1.3.1 FCS
  • IBM Java 2 SDK / JRE 1.3
  • Kaffe 1.0.6Sehen wir uns nun zuerst die bekannteste Möglichkeit an, ein Linux-System Java-tauglich zu machen: das Sun-JDK/JRE.

Java vom Erfinder

Sun befindet sich momentan zwischen den beiden JDK-Versionen 1.3.1 und 1.4. Die 1.4er Version ist zwar noch im Beta-Status, ist aber trotzdem schon sehr stabil und für den privaten Einsatz durchaus zu empfehlen. Zu finden ist das Sun-JDK bzw. JRE unter [1].

Abbildung 1: Java-Web-Seite von Sun (java.sun.com)

Ob Sie sich nun für das JDK oder das JRE entscheiden, macht für den Installationsvorgang keinen großen Unterschied. Wir beschreiben im Folgenden jedoch nur die JDK-Installaton. Beim Download von der oben angegeben Web-Seite haben Sie die Wahl zwischen einem tar.gz-Archiv und einem rpm-Paket. Abhängig davon, für welches Format Sie sich entschieden haben, sollte sich nach dem Download eine der beiden folgenden Dateien auf Ihrer Festplatte befinden:

  • j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386-rpm.bin
  • j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386.bin

Die jeweilige bin-Datei muss zunächst ausführbar gemacht werden:

chmod a+x j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386-rpm.bin

bzw.

chmod a+x j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386.bin

Nun kann das Programm gestartet werden:

./j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386.bin

Sie werden dann zunächst den Linzenzvertrag zu Gesicht bekommen. Nach der Bestätigung wird das JDK in ein Unterverzeichnis j2sdk1.4.0 des aktuellen Verzeichnisses installiert. Bei Verwendung des Archivs mit rpm im Namen wird nach der Lizenzzustimmung die rpm-Datei angelegt, die anschließend vom Administrator root mit dem Befehl

rpm -iv j2sdk-1_4_0-beta2-linux-i386.rpm

installiert werden kann.

Nach der erfolgreichen Installation sollten Sie unbedingt noch zwei wichtige Systemvariablen setzen, damit die nun installierte Java-Umgebung für Java-Anwendungsprogramme auch auffindbar ist:

export JAVA_HOME=/usr/lib/j2sdk1.4.0
export PATH=$PATH:/usr/lib/j2sdk1.4.0/bin
Abbildung 2: Java im Einsatz

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