Home / LinuxUser / 2002 / 01 / Fujitsu-Siemens Memorybird PD-16

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(233 Punkte bei 16 Stimmen)
Re: War doch klar...
(162 Punkte bei 6 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Speicher-Riegel für unterwegs

Fujitsu-Siemens Memorybird PD-16

01.01.2002 Daten mit auf Reisen zu nehmen, ist manchmal gar nicht so einfach. Der Fujitsu-Siemens Memorybird bietet eine praktische Alternative zu den bekannten Datenträgern.

Was tun, wenn man sensible Daten wie die TAN-Liste für Online-Banking, den privaten SSH-Schlüssel zum Login auf dem Firmenrechner und vielleicht noch die Abrechnungstabelle des letzten Monats mit auf Reisen nehmen möchte? CDs sind sperrig und empfindlich, ein Brenner steht nicht überall zur Verfügung. Disketten sind meist zu klein, und Zip-Laufwerke noch nicht flächendeckend verbreitet. Bleibt noch der Abruf über Internet aus einem geschützten Bereich heraus, wobei je nach Handy oder Modem mehrere Minuten bis Stunden zu veranschlagen sind.

USB-Speichermodul

Der Fujitsu-Siemens Memorybird springt hier in die Bresche: Es handelt sich um ein Modul mit 16 MByte Flash-Speicher und USB-Anschluss. Anders als Compact Flash, Smart Media oder Multi Media sind keine Lesegeräte oder Adapter nötig, das "Speicher-Ei" wird direkt an einen USB-Port angeschlossen. Zudem verfügt der Memorybird über einen Schreibschutz-Schalter (Abbildung 1), mit dem sich unbeabsichtigtes Löschen und Viren-Infektionen verhindern lassen.

Abbildung 1: Wie auch Disketten lässt sich der Fujitsu-Siemens Memorybird schreibschützen. Das hilft nicht nur gegen unbeabsichtigtes Löschen, sondern beugt auch Viren-Infektionen von fremden Rechnern vor

Anders als in der Dokumentation beschrieben funktioniert der Memorybird nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux. Dazu wird neben der grundlegenden USB-Unterstützung das Kernel-Modul usb-storage benötigt. Bei Einstecken des Memorybird sollten Sie folgende Meldungen in der Log-Datei /var/log/messages sehen:

kernel:   Vendor: Fujitsu   Model: Memorybird        Rev: 1.04
kernel:   Type:   Direct-Access                      ANSI SCSI Revision: 02
kernel: Attached scsi removable disk sda at scsi0, channel0, id 0, lun 0
kernel: SCSI device sda: 32000 512-Byte hdwr sectors (16 MB)
kernel: sda: Write Protect is off
kernel:  sda: sda1

Die letzte Zeile gibt an, dass sich auf dem Memorybird eine Partition, sda1, befindet. Für den Datenaustausch ist es sinnvoll, ein MS-DOS- oder VFAT-Dateisystem zu verwenden, dann lässt sich der Speicher auch unter Windows auslesen. Damit unter Linux Benutzer ohne Root-Privilegien den Memorybird mounten können, muss die Datei /etc/fstab um eine Zeile erweitert werden:

/dev/sda1       /mnt    auto    rw,noauto,user,noexec   0 0

Mit diesem Eintrag kann /dev/sda1 von jedem Benutzer unter /mnt gemountet werden. Eine andere Möglichkeit bieten die mtools, die eine Reihe von Befehlen zum Kopieren, Löschen und Bearbeiten von DOS-Dateisystemen ohne vorheriges Mounten erlauben. Sind die mtools installiert, muss der Memorybird einem "DOS-Laufwerksbuchstaben" zugeordnet werden. Dies geschieht in der Datei /etc/mtools.conf:

drive c: file="/dev/sda1"

Mit dem Befehl

mcopy Datei
 c:

wird eine Datei auf den Memorybird kopiert, andere wichtige Befehle sind mdir, mdel, mformat, mmd und mrd. Mehr über die mtools erfahren Sie mit dem Befehl man mtools.

Vor- und Nachteile

Beide Varianten, das Mounten und die Verwendung der mtools, haben Vor- und Nachteile. Nach Mounten kann der Memorybird wie jedes andere Laufwerk auch direkt angesprochen werden, ein Umkopieren der Daten auf die Festplatte ist also nicht nötig. Dafür werden Dateien verzögert geschrieben, es können durchaus mehrere Minuten zwischen Schreibbefehl und tatsächlicher Ausführung vergehen - wird der Speicher in dieser Zeit herausgezogen, ohne vorher zu unmounten, ist die Datei nicht vorhanden, unvollständig oder völlig unbrauchbar. Im schlimmsten Fall kann das Dateisystem nicht wiederhergestellt werden. Dies kann mit den mtools nicht passieren, die Daten werden unmittelbar während der Ausführung des Kopierbefehls geschrieben oder gelesen. Auch das Unmounten entfällt, mögliche Probleme beim Herunterfahren oder erneuten Einstecken des Memorybird gibt es nicht. Wir empfehlen, dem Benutzer beide Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, indem die entsprechenden Einträge sowohl in der /etc/fstab als auch /etc/mtools.conf vorgenommen werden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

328 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 2 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...