SuSE, Mandrake, Red Hat und BearOps
Aktuelle Linux-Distributionen im Vergleich
Fazit
Bewährtes bewährt sich wieder, wie die Tests der aktuellen SuSE-, Mandrake- und Red-Hat-Distributionen zeigen. Der Neueinsteiger BearOps hat mit einer Reihe von Handicaps zu kämpfen und ist zur Zeit nicht zu empfehlen. Von den drei bekannten Größen konnte vor allem der deutsche Marktführer SuSE durch eine besonders übersichtliche, verständliche und anwenderfreundliche Installation überzeugen - die Nürnberger haben Ihre Marktposition nicht ohne Grund.
Wer sich jedoch mit einigen SuSE-Angewohnheiten (abweichende Paketnamen, zentrale Systemverwaltung ähnlich der Windows-Registry) nicht anfreunden mag, hat mit Mandrake und Red Hat leistungsfähige Alternativen - Mandrake ist dabei etwas besser ausgestattet und leichter zu installieren. Mit je sieben CDs sind Mandrake und Red Hat auch eine Empfehlung für Anwender wert, die mit ihrer Distribution möglichst viele Pakete auf einen Schlag installieren wollen; SuSE bietet einen entsprechenden Umfang nur in der teureren Professional-Version (154,31 DM). Unsere http://Vergleichstabelle gibt einen Überblick über Ausstattung und Leistung der getesteten Distributionen.
Kasten 1: Schwierigkeiten
Distributionstests sind in der Regel unkompliziert: Der Reihe nach werden alle Kandidaten auf einem Testrechner installiert, wobei bestimmte Eigenschaften anhand einer Checkliste überprüft werden. Um so überraschender war, dass sich aus dem Stand nur eine der aktuellen Distributionen auf dem modernen Testrechner (Noname-PC vom Mediamarkt, Pentium-4-1400, AOpen-Board, 256 MB RAM, 60 GB Festplatte mit 30 GB Windows-Millennium-Partition) installieren ließ.
SuSE
Bei SuSE Linux blieb das System beim Laden des Kernels einfach stehen; dank Grafikmodus waren keine Fehlermeldungen zu sehen. Eine Wiederholung der Prozedur im Textmodus endete in der Kernelmeldung:
… CPU clock speed ist 1397.6004 MHz. … host bus clock speed is 0.0000 MHz. cpu: 0, clocks: 0, slice: 0
Mit dem Menüpunkt Installation - Safe Settings im Boot-Menü ging es dann; hier werden dem Kernel Die Optionen "disableapic ide=nodma apm=off" übergeben. Auch unter VMware lief die Installation nicht glatt, wie ein interessanter Screenshot zeigt (Abbildung 8).
Mandrake
Der Versuch, Mandrake Linux zu installieren, lieferte bei Standard-Vorgehensweise kurz nach dem Bestätigen des Boot-Manager-Dialogs den netten Hinweis:
Not enough memory to load specified kernel.
Nach einem Reboot ließ sich die Installation aber trotzdem mit folgendem Trick starten: Zunächst [F1] (für "more options") drücken, dann am Boot-Prompt "linux mem=256m" eingeben. Dabei ist zu beachten, dass die US-Tastaturbelegung aktiv ist, das "="-Zeichen ist dann über die Akzent-Taste zu erreichen.



