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01.12.2001 Zu einer gültigen XML-Datei gehört stets eine Definition der verwendeten Tags. Wir zeigen, wie solch eine "Document Type Definition" (DTD) entsteht.

Im LinuxUser 11/2001 haben wir das Programm KXMLEditor vorgestellt und gezeigt, wie damit XML-Dateien erstellt werden. Gültige XML-Dokumente kann dieser XML-Editor jedoch nicht schreiben, da es keine Möglichkeit gibt, eine DTD, eine Document Type Definition, aufzusetzen, in der die verwendeten Tags festgelegt werden. Diese Lücke gilt es nun, mit einfachen Mitteln zu schließen.

DTD – wozu?

In XML sind Inhalt, Struktur und Layout der Daten strikt voneinander getrennt. Eine DTD definiert die Tags, die in einem Dokument Verwendung finden dürfen, beschreibt, wie diese Elemente ineinander geschachtelt werden können und legt schließlich die Attribute der einzelnen Tags fest [1]. Zum Erstellen dieser Definitionen benötigen Sie nichts weiter als einen beliebigen Editor, der Text unformatiert speichert, z. B. Kate oder (X)Emacs.

Mit Hilfe einer DTD kann ein XML-Parser feststellen, ob das XML-Dokument gültig ist, sich also an die in der DTD aufgestellten Regeln hält. Autoren von XML-Dokumenten schätzen DTDs, da sie darin auf einen Blick sehen, welche Tags auf welche Art verwendet werden.

Intern und extern

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine DTD mit einem XML-Dokument zu verbinden: Interne DTDs stehen im Prolog, dem Dateikopf der XML-Datei, gleich hinter der <?xml>-Zeile:

<?xml version="1.0">
 <!DOCTYPE Name_der_Definition
 [[Hier folgt die DTD…]

    ]>[… und hier stehen die Text-Daten]

Externe DTDs befinden sich in einer separaten Datei, auf die das XML-Dokument verweist. Dieser Eintrag steht ebenfalls im Prolog und sieht für eine in der Datei adressen.dtd enthaltene DTD namens adressen, die im selben Verzeichnis wie das XML-Dokument liegt, so aus:

<?xml version="1.0">
 <!DOCTYPE adressen SYSTEM "adressen.dtd">[…]

Das Schlüsselwort SYSTEM besagt, dass es sich um eine private DTD handelt, die nicht öffentlich zugänglich ist. Mit PUBLIC werden hingegen "öffentliche" DTDs gekennzeichnet, die z. B. auf einem Web-Server liegen. So ist etwa die DTD für HTML 4.0 (XHTML) öffentlich und wird folgendermaßen in ein HTML-Dokument eingebunden:

<!doctype html public "-//W3C//DTD HTML 4.0 //EN">

Sie können eine beliebige URL als DTD-Quelle eingeben und dabei relative und absolute Pfade verwenden.

Externe DTDs sind genauso aufgebaut wie interne, allerdings fehlt ihnen das Schlüsselwort <!DOCTYPE>, da es schon in der XML-Datei steht. Ihr Vorteil: Sie können von mehreren Dateien verwendet werden und sind leichter zu warten. Zudem sorgen sie dafür, dass Daten und Definition des XML-Dokuments sauber getrennt bleiben.

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