GNOME 2 Platform Alpha
Nachdem lange an ihr gearbeitet wurde, war es Anfang Oktober endlich soweit und die erste Alphaversion der GNOME 2 Platform wurde veröffentlicht. Dieses Release ist der erste Schritt in der GNOME 2 Roadmap [1] und bietet Entwicklern die Möglichkeit, sich mit der neuen Plattform vertraut zu machen und ihre Programme zu portieren. Fertiggestellt werden soll GNOME 2 Mitte Februar nächsten Jahres, womit es dicht auf KDE 3.0 folgt. Für Benutzer ist diese Alpha noch nicht tauglich, da erst die zweite Platform Alpha komplett parallel zu GNOME 1.4.1 installiert werden kann; außerdem gibt es noch keinerlei nützliche Programme. Neu bei der GNOME 2 Platform ist natürlich GTK+ 2, das Antialiasing und über Pango eine bessere Unterstützung für exotische Schriften bietet. Außerdem wird mit ATK ein Framework für eine behindertengerechte Oberfläche eingeführt. Neu ist auch, dass viele Bibliotheken aufgespalten wurden und jetzt auch unabhängig von der eigentlichen Oberfläche eingesetzt werden können. Zusammen mit neuen Bibliotheken, zum Beispiel für XSLT oder Paketkonfiguration, trägt das natürlich nicht umbedingt zur ohnehin problematischen Übersichtlichkeit der Plattform bei. Andere Teile der Plattform wie Bonobo, Gconf, die XML-i18n-Tools und OAF sollten allen Benutzern von Nautilus oder Evolution bereits bekannt sein, auch wenn OAF seinen Namen in Bonobo-activation geändert hat und die XML-i18n-tools in Zukunft in Intltools heißen sollen.
Der Großteil der Arbeit wird jetzt sein, die GNOME-Programme auf die neue Plattform zu portieren und zu stabilisieren. Auch wenn sich dank des Usability-Projekts und neuen Features in der Plattform einiges ändern wird, bleiben einige große Neuerungen rund um die GNOME-Programme vorerst aus: So wird das komplett neue Panel voraussichtlich aus Zeitgründen wegfallen. Mehr Features sollen dann aber in GNOME 2.x folgen, was auf regelmäßigere Releases hoffen lässt. Um auszuloten, welche Features für GNOME 2 gewünscht sind, wurde eine entsprechende Anfrage unter [2] gestartet und unter [3] ausgewertet. Glücklicherweise wird schon an vielen der genannten Probleme gearbeitet.
Neues von der GNOME Foundation
Fast ein Jahr nach ihrer Gründung und den ersten Wahlen ist es wieder so weit, und es laufen die ersten Vorbereitungen für die zweiten Direktoriumswahlen an. Gewählt wird von den Mitgliedern der GNOME Foundation, wobei jeder, der etwas zu GNOME beigetragen hat, Mitglied werden kann. Die genaue Policy für neue Mitglieder und das Antragsformular stehen unter [4]. Neben dieser werden von der GNOME Foundation noch zahlreiche andere Policies [5] entwickelt, die zum Beispiel klären, wer Webspace bei gnome.org bekommt. Aber auch wer nicht an GNOME mitwirkt, wird in Zukunft seinen Namen auf die GNOME-Seite setzen können: Dazu wurde von Tim Ney das Spendenprogramm "Friends of GNOME" initiiert, bei dem Spenden abhängig von ihrer Höhe mit kleinen Geschenken belohnt werden.



