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Kurztest: Mandrake Linux 8.1

Mandrake-Tools

Mandrake bietet mit HardDrake (Abbildung 1) ein eigenes Tool für die Konfiguration von Hardware: Es lässt sich über den Menüpunkt Einstellungen/Hardware/HardDrake starten und sucht dann nach bekannten Geräten. Die dann angezeigte Übersicht erinnert an die Windows-Systemsteuerung. Für einige Geräteklassen erlaubt HardDrake den Start eines Konfigurations-Tools; im wesentlichen kann hier komfortabel das zu ladende Kernel-Modul ausgewählt werden.

Abbildung 1: HardDrake

Über HardDrakes Menüpunkt Werkzeuge gibt es schnellen Zugriff auf weitere Konfigurations-Programme; darunter DiskDrake für die Partitionierung von Platten und den Zugriff auf NFS- und SAMBE-Volumes; PrinterDrake für die Druckereinrichtung, MouseDrake und DrakNet, mit dem (wie bereits bei der Installation) die Internet-Verbindung über Modem, ISDN, DSL, Kabel oder Netzwerk eingestellt wird.

HardDrake ist auch über das zentrale Mandrake-Kontrollzentrum (Einstellungen/Sonstiges/Mandrake Kontrollzentrum) erreichbar, das alle Mandrake-Tools vereint.

Updates leicht gemacht?

Wer immer auf dem neuesten Stand bleiben möchte, wird sich über das Tool rpmdrake freuen: Dieses kann nicht nur Archive von CD installieren oder bereits vorhandene entfernen, es berechnet auch Abhängigkeiten und kann von einem Mandrake-Mirror eine aktuelle Liste verfügbarer Updates ziehen.

Die Updates sind dabei in die Gruppen eingeteilt: "Fehlerkorrekturen", "Normale Aktualisierungen" und "Sicherheitsaktualisierungen". Speziell die letzte Kategorie ist nützlich. Im Test scheiterte die Installation allerdings beim Download der Pakete. Obwohl der Proxy korrekt eingestellt war (und das Tool die Dateiliste auch problemlos vom Server holen konnte), funktionierte der Zugriff auf das Paket-Archiv nicht. Auch ein direkter Internetzugang sowie die Auswahl eines anderen FTP-Servers konnten das Problem nicht beheben.

Abbildung 2: RPMdrake informiert nicht nur über installierte und auf den CDs verfügbare Pakete, sondern bietet auch einen Web-gestützten Update-Service

Immerhin wird hier, sofern rpmdrake aus einer Konsole heraus aufgerufen wird, die korrekte URL des Pakets angezeigt, so dass es sich leicht mit zwei Befehlen der Form

wget …./paket.rpm
 rpm -U paket.rpm

installieren lässt. Neben rpmdrake steht auch das KDE-Tool kpackage zur Verfügung: Auch hier waren erste Versuche enttäuschend, da jeder Versuch, neue Pakete zu installieren, mit einem Segmentation Fault quittiert wurde.

Abbildung 3: KDE-2.2.1-Desktop bei Mandrake 8.1

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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