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Doppelkopf

Dual Head: Zwei Monitore an einem Rechner

Displays :0.0 und :0.1

Die Variable $DISPLAY gibt unter X Auskunft darüber, auf welchem X-Server eine Anwendung angezeigt wird. Dies ist in der Regel ":0.0". Dank zweier separater Desktops lassen sich nun auch zwei X-Displays ansteuern - diese heißen ":0.0" und ":0.1". Um zu überprüfen, dass dies stimmt, öffnen Sie einfach auf beiden Desktops jeweils ein Terminalprogramm und geben dort den Befehl

echo $DISPLAY

ein. Wollen Sie nun ein Fenster explizit auf dem linken oder rechten Desktop öffnen, können Sie die Standard-X-Option "-display" verwenden: So wird ein

xterm -display :0.0

ein xterm auf dem linken Monitor erscheinen lassen, während mit ":0.1" statt ":0.0" der rechte Monitor angesteuert wird.

Dual-Head-Karten

Alternativ zum Einsatz von zwei Grafikkarten kann auch eine Dual-Head-Karte verwendet werden: Diese enthält zwei Grafikchips und entsprechend zwei Monitor-Anschlüsse. So kann ein Slot eingespart werden. Wir haben dies am Beispiel der Matrox Millennium G400 ausprobiert.

Die X-Konfiguration läuft hier ähnlich wie im Falle zweier Grafikkarten: Es sind auch hier je zwei "Device"-, "Monitor"- und "Screen"-Abschnitte notwendig. Einen Unterschied gibt es nur bei den "Device"-Einträgen, denn hier muss ja zwei mal die gleiche Grafikkarte angesprochen werden. Dazu gibt es das zusätzliche Schlüsselwort "Screen", über das die beiden VGA-Ausgänge der Karte unterschieden werden. Passende "Device"-Abschnitte sehen wie folgt aus:

Section "Device"
     Identifier  "G400_1"
     Driver      "mga"
     BusID       "PCI:1:0:0"Screen 0
 EndSection
 Section "Device"
     Identifier  "G400_2"
     Driver      "mga"
     BusID       "PCI:1:0:0"Screen 1
 EndSection

Für diese Karte gibt es auf dem Matrox-FTP-Server Module und Konfigurations-Tool, die installiert werden müssen; die beiden Archive heißen mga-133_143.tgz und mgapdesk-1_00-7beta_i386.rpm. Ersteres enthält Module mga_drv.o, mga_hal_drv.o und mga_dri.so (für XFree86 4.1.0 und 4.0.3). Diese ersetzen (und ergänzen) das Modul mga_drv.o, welches Bestandteil von XFree86 ist. Im Test funktionierte dies recht gut, allerdings mit einer problematischen Einschränkung: Wechselt man (z. B. über [Strg-Alt-F1]) auf eine Textkonsole und dann wieder zurück nach X, so hängt sich der Rechner vollständig auf und muss neu gestartet werden. Dies ist natürlich mit dem Risiko eines Datenverlustes behaftet, sollte also vermieden werden… Das Problem trat unter XFree86 4.0.2 und 4.1.0 (mit den jeweils dazu passenden Matrox-Treibern) auf.

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Kommentare
Fehlermldungen existieren nie in der Theorie
angoeth (unangemeldet), Montag, 08. November 2010 12:03:03
Ein/Ausklappen

Hallo
ansich sehr schön beschrieben, klappt auch in der regel,
nun habe ich vor kurzem eine neue grafikkarte für den anschluss von 2 monitoren eingebaut bekommen.
Unter windows schreit die mitgelieferte cd! das die Hardware nicht zu den treibern passe,
nun steht mir unter slitatz kein bequemes minue wie in ubuntu zur verfügung um mein Dualview einzurichten, mit der Konsole bin ich sehr schwach, wie viele alte semester die spät mit dem Hobby Computer anfingen.
In diesem scenario geht alles glatt in meinem endet schon die suche nach der Grafikkarte, eine ATI Radeon 7500,
mit der ausgabe not found, fertig der lack.

eine geclonte Anzeige bringt Ihnen als Heimanwender keinerlei Vorteile. Eher wird es erst richtig verwirrend wenn man den großen Bildschirm gewohnt ist.

Danke dennoch für das HOWTo und vielleicht reicht ja eine Anmerkung dazu- mal Fehlerszenarien in HowTos anzugehen.
Viele Grüße
Angoeth


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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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