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3D-Grafik unter X: Die Konfiguration

Sonderfall NVIDIA

Besitzen Sie eine Karte mit Chips der TNT-, GeForce- und Quanta-Reihen und wollen in den Genuss einer 3D-Unterstützung gelangen, so müssen Sie sich als Erstes auf den Internet-Seiten von NVidia (http://www.nvidia.com) im Bereich Drivers zwei, exakt zu Ihrer Distribution passende Pakete herunter laden. Das Eine enthält das DRI-Modul für den Kernel, das Andere die OpenGL-Bibliothek und einen Treiber für XFree86.

Abbildung 4

Abbildung 4: Auf der Internet-Seite von NVidia finden Sie die Treiber für alle Grafikkarten mit NVidia-Chipsatz

SuSE-Besitzer einer neuen Version (ab 7.2) können diesen Vorgang bequem per YOU (Yast Online Update) durchführen. Laden Sie zusätzlich die Dokumentation herunter. Sie finden sie auf derselben Seite wie die Treiberpakete.

Anwender der alten SuSE-Linux Version 7.0 müssen von den SuSE-Internet-Seiten das Update auf die neuere XFree 4.0.2-Version herunter laden. Dies wird notwendig, da der Distribution die veraltete XFree86 Version 4.0.0 beiliegt, die NVIDIA-Treiber aber erst ab der Version 4.0.2 eingesetzt werden können.

Installieren Sie mit einem Paket-Manager immer zuerst das Treiber-Paket, das in seinem Namen das Wort Kernel trägt. Anschließend installieren Sie auf dieselbe Weise das Paket mit der Zeichenfolge GLX im Namen. Achten Sie darauf, dass beide Pakete am Ende des Dateinamens dieselbe Versionsnummer tragen. Als Paketmanager empfiehlt sich der KDE-Paketmanager. Mit ihm gelang uns die Installation unter allen Distributionen auf Anhieb.

NVidia empfiehlt in der Dokumentation, das X-Window-System zu deaktivieren und die Pakete auf der Kommandozeile einzuspielen. Wer dies beherzigen möchte oder wider erwarten Probleme mit dem grafischen Paketmanager hat, deaktiviert die grafische Oberfläche je nach Distribution über das beiliegende Konfigurationsprogramm, einen Parameter am Lilo-Bootprompt oder einem Punkt im Anmeldebildschirm. Geben Sie anschließend den Befehl

 rpm -ivh NVIDIA_kernel-<Versionsnummer>.rpm

gefolgt von

 rpm -ivh NVIDIA_GLX.-<Versionsnummer>.rpm

ein, die Sie jeweils mit der Eingabetaste abschließen. <Versionsnummer> ersetzen Sie in den obigen Befehlen gegen die Versionsnummer des Paketes, wie z. B. 1.0-1541.

Um den Dummy-Treiber in neueren SuSE-Linux-Versionen für NVidia-Karten sog. Dummy-Treiber verwenden Sie anstelle der oben genannten Befehle die Folgenden:

 rpm -Uhv NVIDIA_GLX-<Versionsnummer>.suse<SuSEVersion>.i386.rpm --nodeps --force

gefolgt von

 rpm -Uhv NVIDIA_kernel-<Versionsnummer>.suse<SuSEVersion>.i386.rpm --force

Falls Sie unter SuSE-Linux einen grafischen Paket-Manager verwenden, stellen Sie sicher, dass dort die Optionen Pakete bzw. Dateien ersetzen ein- und die Option Abhängigkeiten überprüfen abgeschaltet sind.

Zum Abschluss müssen Sie unter SuSE noch in einem Terminal-Fenster bzw. auf der Kommandozeile den Befehl switch2nvidia_glx eingeben. Hierdurch werden die Dummy-Bibliotheken gegen die Richtigen ausgetauscht.

NVIDIA Konfiguration

Falls Sie Ihre NVidia-Karte unter SuSE-Linux betreiben, müssen Sie unter dem neueren SaX2 im Bildschirm zur Einrichtung der Grafikkarte als Erstes den Punkt Properties (Eigenschaften) wählen. Wechseln Sie auf den Reiter Expert (Erweitert) und stellen Sie sicher, dass dort im Abschnitt General Settings (Allgemeine Einstellungen) unter Driver (Treiber) nvidia steht. Aktivieren Sie jetzt unter Load 3D-Modules (3D-Module laden) als zu ladendes Modul glx. Das nicht gewählte Modul dri lädt der NVidia-Treiber später selbstständig nach.

In der alten SaX2-Version Wechseln Sie per weiter bis zum Bild, in dem die Grafikkarte eingerichtet wird. Bei einer NVIDIA-Karte stellen Sie hier zunächst sicher, dass im Feld Treiber auf der rechten Seite der Wert nvidia eingestellt ist. Auf dem Register Erweitert finden Sie Felder, mit denen Sie die verfügbaren Module ein- und ausschalten können. Bei NVidia-Karten darf hier wiederum nur glx angekreuzt werden.

Haben Sie alle Schritte durchgeführt, versucht SaX den X-Server mit den neuen Treibern zu starten. Treten keine Fehler auf, ist Ihre grafische Oberfläche bereit.

Falls Sie eine andere Distribution einsetzten und das dort mitgelieferte Einrichtungsprogramm verwenden, sollten Sie sicherstellen, dass der XFree86-Treiber nvidia und nicht nv verwendet wird. Bei den Modulen gilt dasselbe wie unter SuSE: für eine NVidia-Karte wählen Sie lediglich das Modul glx aus.

Müssen Sie die Konfiguration per Hand in die Datei XF86Config-4 (bzw. XF86Config) eintragen, wie z. B. unter Red Hat oder Mandrake, stellen Sie sicher, dass die Zeilen mit dem Text Load "dri" und Load "GLcore" im Abschnitt Section "Module" nicht auftauchen. Wenn nötig, tauschen Sie zusätzlich die Zeile Driver "nv" im Abschnitt Section "Device" gegen die Zeile Driver "nvidia" aus.

Abbildung 5

Abbildung 5: Bei einer NVidia-Grafikkarte müssen Sie zusätzlich sicherstellen, dass als Treiber nvidia verwendet wird

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