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Die dritte Dimension

3D-Grafik unter X: Die Grundlagen

Ausnahmen bestätigen die Regel

Es gibt jedoch drei Ausnahmen. Betroffen sind alle Besitzer einer Voodoo-, NVIDIA-, oder Kryo-Karte.

Die Firma 3dfx, heute NVidia, entwickelte für die Voodoo-Karten eine eigene Bibliothek. Die Glide-Schnittstelle enthält Funktionen, die ausschließlich auf die Voodoo-Karten zugeschnitten sind. Somit ist Glide nicht kompatibel zum OpenGL-Standard. Falls Sie unter Linux 3D-Unterstützung für Ihre Voodoo-Karte aktivieren möchten, müssen Sie sich aus dem Internet unter http://dri.sourceforge.net im Abschnitt Resources passende Glide-Bibliothek herunter laden. Bei den Dateien handelt es sich um speziell für DRI angepasste (und somit beschleunigte) Glide-Bibliotheken.

Wer eine der großen aktuellen Distributionen besitzt, sollte die passenden Glide-Bibliotheken wiederfinden. SuSE ist hier mit den Paketen aus der Serie x3d seit langer Zeit vorbildlich bestückt.

Darüber hinaus existieren Glide-Bibliotheken für Linux, die direkt von 3dfx stammen. Benutzer der ersten Voodoo-Karten (Voodoo 1, bzw. Voodoo Graphics, Voodoo 2 und Voodoo Rush), die unter der oben genannten DRI-Seite nicht fündig werden, müssen auf diese Bibliotheken ohne DRI-Unterstützung ausweichen.

Sonderfall NVIDIA und Kryo

Grafikkarten mit NVIDIA-Chipssatz benötigten Linux-Treiber, der gleichnamigen Herstellerfirma. Diese sind ausschließlich auf der Internet-Seite (http://www.nvidia.com) verfügbar. Betroffen sind alle Karten der TNT-, GeForce- und Quanta-Reihen. Eine Verbreitung innerhalb von Distributionen oder auf Heft-CDs gestattet der Hersteller nicht. Der Grund liegt in der Firmenpolitik: Mitbewerbern sollen keine Einblicke in die Treiber oder den Aufbau der Hardware habeen. Daher stellt NVIDIA lediglich fertig geschnürte Pakete zur Verfügung. Die neueren SuSE-Linux-Distributionen installeren Dummys bis zum Einsatz der richtigen Treiber. Hierbei handelt es sich um langsamere Platzhalter, die dem Hauptprozessor die gesamte Rechenarbeit zuschieben. Als eine weitere Folge dieser Politik existieren bislang nur Treiber-Pakete für Intel und kompatible Prozessoren. "Exotische" Computer, wie Alpha oder PowerPC-Rechner bleiben somit außen vor.

Die Firma PowerVR, die sich für die Entwicklung des GeForce-Konkurrenten Kryo verantwortlicht zeigt, hat bis zum Redaktionsschluss noch keinen Treiber für Linux vorlegen können. Auch die Internetseite http://www.powervr.com schweigt sich über die Zukunft von Linux-Treibern aus. Internet-Foren zufolge sollen diese aber bereits in der Entwicklung sein.

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Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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