out of the box
Es gibt tausende Tools und Utilities für Linux. "out of the box" pickt sich die Rosinen raus und stellt pro Monat ein Progrämmchen vor, das wir für schlichtweg unentbehrlich oder aber zu Unrecht wenig beachtet halten.
Das Programm dialog existiert schon lange als Bestandteil nahezu jeder Linux-Distribution, jedoch fristet es ein unverdientes Schattendasein. Höchstens beim Konfigurieren des Linux-Kernels mit make menuconfig könnte es der Einen oder dem Anderen schon einmal untergekommen sein. Beim "Kernel-dialog" handelt es sich allerdings um eine speziell angepasste und zum normalen Programm inkompatible Version.
Den Dialog suchen
Seit kurzem hat das Programm eine eigene Homepage unter der URL http://www.advancedresearch.org/dialog/. Der aktuelle dialog-Maintainer Vincent Stemen hat diese Seite erstellt, während sich der ursprüngliche Autor Savio Lam mittlerweile anderen Projekten widmet. Falls das Programm noch nicht auf Ihrem Rechner installiert ist, bekommen Sie auf dieser Web-Seite oder von der Heft-CD ein Quellen-Archiv.
Ob Sie nachinstallieren müssen, erfahren Sie mit dem Kommando which dialog. Liefert es keine Ausgabe, so ist dialog nicht installiert. Lautet die Ausschrift dagegen /usr/bin/dialog, finden Sie das Programm im Verzeichnis /usr/bin.
Installation
Mit yast(2), rpm, dpkg, apt-get und Co. können Sie dialog selbstverständlich auch als Ihrer Distribution beiliegendes rpm- oder deb-Paket installieren. Falls Sie das Programm stattdessen selbst kompilieren wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
tar xzf dialog-0.7.tar.gz cd dialog-0.7 make chmod 755 dialog chmod 644 dialog.1 su (root-Passwort eingeben) cp dialog /usr/local/bin cp dialog.1 /usr/local/man/man1 exit
Die beiden Rechteänderungen mit dem Kommando chmod sind nötig, da standardmäßig auch die Gruppe, der die Datei gehört, Schreibrechte bekommt.



