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Palm Pilot und das ,,Point-to-Point``-Protokoll

Schritt für Schritt

Während diese Screenshots äußerst hilfreich sein können, habe ich diesen Prozess etwas vereinfacht und zwar mit Hilfe von Netzwerkverbindungs-Datenbanken [5], die die Informationen zur Konfiguration enthalten. Bei Bedarf können Sie diese Files downloaden und auf Ihrem Gerät installieren, was Ihnen einiges an Frustration ersparen könnte. Sobald sie diese Palm-Databases erhalten haben, können Sie sie mit pilot-xfer auf Ihrem Palm-Gerät zu installieren:

pilot-xfer /dev/ttyS1 -i NetworkDB ConnectionDB

Wenn Sie jedoch vor diesem Schritt eine Backup-Copy Ihrer Original-Databases machen wollen, sehen Sie auf der Man-Page von pilot-xfer nach. Nun sind wir soweit, dass wir unsere Konfiguration testen können. Platzieren Sie Ihren Palm-Pilot in das Hot<\!s>Sync-Cradle. Tippen Sie auf den Prefs-Icon und wählen Sie Network aus dem Pull-Down-Menü. Ändern Sie Ihr Arbeits-Directory auf Ihrer Linux-Workstation in /etc/ppp und lassen das ppplogin-SKript als Root laufen. Um sicherzustellen, dass alles richtig läuft - nach dem ppplogin-Lauf - können Sie in Ihrem System-Logfile mit tail -f/var/log/messages nachlesen. Die im Kasten dargestellten Zeilen aus /var/log/messages weisen darauf hin, dass PPPD auf eine PPP-Verbindungsanfrage auf /dev/ttyS1 wartet.

Logzeilen aus

/var/log/messages
Apr 30 22:07:02 velocis pppd[2715]: pppd 2.4.0 started by root, uid 0
 Apr 30 22:07:03 velocis chat[2716]: timeout set to 30 seconds
 Apr 30 22:07:03 velocis pppd[2715]: Serial connection established.
 Apr 30 22:07:04 velocis pppd[2715]: Using interface ppp0
 Apr 30 22:07:04 velocis pppd[2715]: Connect: ppp0 <\<> > /dev/ttyS1

Schließlich tippen Sie auf den Connect-Button auf Ihrem Palm-Gerät (Abbildung 4) und warten Sie eine Sekunde, bis die Verbindung hergestellt ist. Vorausgesetzt, Sie haben IP-Masquerading und Ihre PPP-Settings sind ordnungsgemäß konfiguriert, sollten Sie in der Lage sein, entfernte Rechner mit einem Telnet-Client zu erreichen oder sogar einen Web-Browser. Sie können diese Konfiguration auch dazu benutzen, Ihre eigenen kundenspezifischen Palm-Anwendungen zu testen.

Abbildung 6

Abbildung 6: Schritt 6

Geschafft!

Eine PPP-Verbindung zwischen Ihrer Palm- und Linux-Workstation herzustellen ist fast genauso leicht, wie Ihren lokalen ISP (Internet Service Provider) anzuwählen, und bietet darüber hinaus eine Menge Vorteile. Der bemerkenswerteste Vorteil jedoch, den ich darin sehe, ist, dass diese Konfiguration, nämlich sowohl Ihre Palm Linux-Workstation als auch den Palm Pilot zu nutzen, eine kostengünstige Alternative bietet beim Testen Ihrer Netzwerk-Palm-Anwendungen auf echten Geräten, ohne teurere schnurlose Modems und Service Provider in Anspruch nehmen zu müssen. (hmi)

Der Artikel erschien erstmals in ;login: Volume 26 Nr. 4 und wurde mit freundlicher Genehmigung der Usenix Association übersetzt.

Infos

[1] RFC 1661: http://www.cis.ohio-state.edu/cgi-bin/rfc/rfc1661.html

[2] PPP-HOWTO: http://www.linuxdoc.org/HOWTO/PPP-HOWTO/index.html

[3] Pilot-Link: http://www.pilot-link.org/

[4] PalmOS-Emulator POSE: http://www.palmos.com/dev/

[5] Beispiel-Datenbanken für Netzwerk-Verbindungen: http://patriot.net/~jcaple/USENIX/pdbs.tar.gz

[6] Telnet-Client: http://www.mochasoft.dk/

[7] Web-Browser: http://isv07.ilinx.co.jp/en/

[8] PalmOS-HOWTO: http://www.linuxdoc.org/HOWTO/PalmOS-HOWTO.html @IE :

Der Autor

James Caple hat acht Jahre Erfahrung aus Industrie und Entwicklung, Hardware-Hacking, UNIX-Systems-Administration und befasst sich seit kurzem auch mit Java- und C-Programmierung.

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