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Palm Pilot und das ,,Point-to-Point``-Protokoll

01.11.2001 Sun Microsystems hat Recht: "Das Netzwerk ist der Computer". Wenn Sie irgendeine Rechenmaschine benutzen, ist es wahrscheinlich, dass Sie sie einmal Netzwerk-fähig machen müssen. Das gilt auch für einen PDA.

PDAs (Perasonal Digital Assistants) sind großartige Kandidaten für Netzwerk-Kommunikation, sowohl für schnurloses als auch schnurgebundenes Networking, da Ihre Desktop-Netzwerk-Workstation selbst auf minimalem Raum funktioniert. Dieser Artikel beschreibt in wenigen, einfachen Schritten, wie Sie eine persistente Verbindung herstellen zwischen Ihrem Palm Pilot und Ihrer Linux Workstation unter Verwendung von Palms Hot Sync Cradle und dem Point-to-Point-Protokoll. Ausführliche Details in Bezug auf das PPP finden Sie unter RFC 1661 [1].

Warum die Anstrengung?

Warum sollten Sie dies tun?, werden Sie sich fragen. Nun, ich bin nicht sicher, ob ich Ihnen dies beantworten kann, aber hier sind einige Gründe, die helfen könnten:

  • Sie schreiben eine netzwerkfähige Palm-Anwendung, die Sie auf einem realen Gerät testen wollen, Sie wollen aber nicht für ein schnurloses Modem bezahlen, nur um Ihre Anwendung zu testen.
  • Sie wollen zu einer entfernten Workstation eine Telnet-Verbindung herstellen und alles, was Sie dabei haben, ist Ihr Palm Pilot (das könnte doch mal sein <>.)
  • Sie wollen einen Kiosk aufbauen, der nur aus Palm Cradles und einer Linux Box besteht, auf dem die User im Web surfen können und zwar nur mit Hilfe Ihres Palm Pilots.

Dies sind einige mögliche Situationen, in denen das Wissen, das in diesem Artikel vermittelt wird, von Nutzen sein könnte. Nichtsdestotrotz ist es auf jeden Fall eine interessante Übung. Außerdem ist es doch ganz cool, mit dem Palm Pilot im Web surfen zu können oder zu "telnetten". Für diejenigen, die sich mit Microsoft Windows ziemlich gut auskennen, mag das Thema dieses Artikels weniger geheimnisvoll scheinen, da PDA-Networking mit dem Microsoft RAS-Protokoll recht einfach ist. Es ist jedoch nicht so offensichtlich, wie man mit seiner Linux Workstation einen Palm Pilot ans Netz bringen kann.

Mit einem schnurlosen Modem (wie von OmniSky) oder einem Palm VII ist Palm Pilot-Networking optimal, aber diese Alternativen sind immer noch sehr teuer. PPP-Networking bietet eine günstige Alternative, um coole "Netzwerk-Sachen" mit Ihrem Palm Pilot zu machen: zum Beispiel das Testen von Anwendungen.

Vorbereitung

Die meisten Linux-Distributionen kommen mit einer Anzahl von PPP-Utilities. Wenn Sie mit PPP nicht vertraut sind, sehen Sie sich bitte die PPP HOWTO-Artikel [2] an. Eine PPP-Verbindung aufzubauen zwischen Ihrer Palm- und Linux-Workstation unterscheidet sich nicht so sehr vom Aufbau einer PPP-Verbindung mit Ihrem Internet Service Provider (ISP), obwohl die Konfiguration Ihres Palm-Gerätes etwas trickreich sein kann. Bitte beachten Sie auch, dass ich bei den Schritten, die ich nachfolgend beschreibe, die Beta-Version von RedHat Linux 7.0 (Kernel-Version 2.4.0-0.99.11) und einen Palm Vx (Palm OS v.3.5.0) benutze, so dass Ihre Ergebnisse, je nach Ihrer speziellen Konfiguration, leicht differieren können.

OK, los geht's. Verbinden Sie als erstes Ihr Palm Cradle mit einer freien seriellen Schnittstelle an Ihrer Workstation. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Cradle richtig angeschlossen ist. Ein Weg dies zu tun ist, sich das Tool "pilot-link" [3] zu holen und zu versuchen, mit "pilot-xfer" eine Palm Database (PDB) von Ihrem Gerät zu Ihrer Workstation zu transferieren. Versuchen Sie beispielsweise MemoDB wie folgt zu transferieren:

pilot-xfer /dev/ttyS1 -f MemoDB

Setzen Sie für /dev/ttyS1 Ihre von der Cradle benutzte Schnittstelle ein. Wenn alles andere fehlschlägt, finden Sie ausführliche Informationen in der Pilot-xfer-Dokumentation.

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