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News und Programme rund um GNOME

Neues rund um Ximian

Rechtzeitig zur LinuxWorld Expo hat sich Ximian [2] überlegt, dass sich mit Plüschaffen und T-Shirts allein keine Existenz bestreiten lässt, und eine Reihe neuer Einnahmequellen aufgetan. Nach dem Vorbild gängiger Linux-Distributoren existieren jetzt eine Standard- und eine Professional-Version des Ximian Desktops, die sich hauptsächlich durch Dauer des Supports sowie StarOffice unterscheiden. Die beiden Versionen sollen 29.95 $ bzw. 49.95 $ kosten, und lassen sich - natürlich abzüglich Support - kostenlos downloaden.

Auch Red Carpet soll in Zukunft Geld abwerfen. Schnellere Downloads via Red Carpet Express kosten in Zukunft 9.95 $ pro Monat, und mit Corporate Connect soll das Verwalten und Aktualisieren von Software innerhalb größerer Gruppen ab 2500 $ plus Jahresgebühr einfacher werden.

Damit Red Carpet nicht auf Software von Ximian begrenzt bleibt, gibt es außerdem noch ein Partnerprogramm, mit dem weitere Channels hinzugefügt werden können - von dieser Möglichkeit machte Mission Critcal Linux gleich auf der LinuxWorld Expo Gebrauch.

Overflow

Mit Overflow [3] lassen sich relativ schnell flow-orientierte Programme entwickeln, indem man verschiedene Funktionen vernetzt. Insofern ähnelt es Programmen wie Simulink und LabView, auch wenn der Funktionsumfang im Vergleich etwas kleiner erscheinen mag. Da Overflow Teil des Open Mind Speech Projects [4] ist, umfassen diese Funktionen neben Fuzzy-Logik und neuralen Netzen auch Analysen für menschliche Sprache.

Wie bei anderen Programmiersprachen lassen sich der Übersicht halber auch eigene Funktionen definieren, die dann im MAIN-Subnet verwendet werden können. Auch wenn das die Hauptaufgabe von Overflow ist, beschränken sich die Funktionen nicht auf die Analyse von Daten, sondern ermöglichen auch grafische Eingaben und Plots. Auch die Verarbeitung von Bildern soll in Zukunft möglich werden. Hat man einmal ein Netzwerk erstellt, lässt sich dieses nicht nur ausführen, sondern auch in C++-Code übersetzen und kompilieren. Damit lassen sich auch vergleichsweise schnelle Programme erstellen. Kritisch für die Geschwindigkeit vieler Funktionen ist auch eine optimierte Fast-Fourier-Transformation, weshalb Overflow auf FFTW [6] (Fastest Fourier Transform in the West) zurückgreift. Wer es noch schneller mag, kann gegebenfalls auch noch auf prozessoroptimierte Abkömmlinge von FFTW zurückgreifen. Es ist weiterhin geplant, Overflow in Piper [5] zu integrieren, was es ermöglichen wird, Komponenten, wie man sie in Overflow verwendet, auf verschiedenen Rechnern laufen zu lassen. Nichtsdestotrotz wird Overflow auch in Zukunft als separates Programm erhältlich sein.

Abbildung 1: Ein Audio-Effekt in Overflow

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LinuxUser 06/2012

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