PC-Emulator VMWare 3.0

Für alle, die Windows und Linux auf demselben Rechner parallel einsetzen, gibt es neben der Dual-Boot-Lösung auch die Möglichkeit, eines der beiden Betriebssysteme über einen PC-Emulator als Gastbetriebssystem auf dem anderen zu betreiben. Der PC-Emulator der amerikanischen Firma VMware geht jetzt in die dritte Versionsgeneration. VMware Workstation 3.0 unterstützt in Kürze nicht nur Windows XP als Gast- und Hostbetriebssystem, sondern auch zahlreiche neuere Linux-Distributionen, auf denen der Kernel 2.4.7 lauffähig ist (z. B. Red Hat 7.1, SuSE 7.2, Mandrake 8.0). Neben diversen Performance-Verbesserungen kann das Gastsysten erstmals auch USB-Geräte, CD-R/RW-Recorder und generische SCSI-Geräte wie Scanner oder Bandlaufwerke ansprechen. Für Privatanwender ist der Preis allerdings recht hoch: Die Workstation-Version für Linux kostet 299 US$ (elektronischer Download) bzw. 329 US$ (Boxed Version, plus Versandkosten). Ob es auch für Version 3.0 von VMware wieder eine abgespeckte (und daher günstigere) Express-Variante geben wird, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen. Immerhin gibt es für Studenten und Besitzer älterer VMware-Versionen diverse (z. T. zeitlich begrenzte!) Rabattangebote. Wer als Linux-Anwender mit gelegentlichen Windows-95/98-Ausflügen auf die neuesten Features von VMware 3.0 verzichten kann und mögliche Probleme mit den neuen 2.4er-Kerneln erfolgreich umschifft, erhält momentan mit VMware 2.0 Express für 49.95 US Dollar vermutlich das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Jenseits des VMware-Online-Stores kann man VMware auch von diversen deutschen Resellern (z. B. ixsoft, Linuxland, SuSE) beziehen. http://www.vmware.com/de

Kurz notiert

  • Wie im vergangenen Monat bereits angekündigt hat die Aalener Firma Matrica im September eine Public-Beta-Version der in Kürze erscheinenden HBCI-fähigen Homebanking-Software Moneyplex zum Download bereitgestellt. * Dank des Schweden Henrik Johnson gibt es seit kurzem ein Qt-basiertes Toolkit für Unix-konsolen-geplagte Oracle-Datenbankverwalter: Mit TOra 1.0 ist auch unter Linux endlich ein komfortables KDE-Frontend für die Oracle-Verwaltung verfügbar. * Das KDE2-Allround-CD-Brennprogramm KOnCD des deutschen Entwicklers Kai Heitkamp könnte zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser LinuxUser-Ausgabe bereits in Version 1.0 erhältlich sein. * Die Entwickler des plattformübergreifend einsetzbaren Web-Browsers Mozilla haben sich an den vorgegebenen Zeitplan gehalten und Mitte September auf dem Weg zu Version 1.0 eine weitere Minor-Release (0.9.4) freigegeben. * Sylpheed ist ein neuer, in Japan entwickelter E-Mail-Client und News-Reader, der wie Balsa auf dem Gnome-Toolkit gtk+ basiert. Trotz seiner frühen Versionsnummer (0.6.2) unterstützt er bereits die wichtigsten E-Mail-Protokollstandards und lässt sich ähnlich einfach bedienen wie das MS-Pendant Outlook Express. http://www.matrica.de/news http://www.globecom.net/tora http://www.koncd.org http://www.mozilla.org http://sylpheed.good-day.net

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