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Linux Users Online

01.11.2001

Auch im Linux-Markt sind durch das Sterben von Startups am neuen Markt eine große Zahl von Entwicklern arbeitslos geworden. Gerade aber Linux-Profis fällt die Suche nach einem neuen Job besonders leicht. Dies liegt sicher auch daran, dass man von einem Entwickler im Bereich Open Source insgesamt mehr Flexibilität erwarten kann. So ist es auch nicht verwunderlich, dass weiterhin Stipendien für Open-Source-Development-Projekte vergeben werden. Eine Site, die sich mit der Vergabe dieser Stipendien befasst und auch sonst sehr engen Kontakt zu den Universitäten und Auszubildenden hält, ist http://www.linuxfund.org/.

Linux Orbit

Ein kleines aber feines Linux-Portal ist Linux Orbit. Dabei liegt der Focus auf der Veröffentlichung von Artikeln und sogenannten Quicktipps. Die Artikel sind keine reine Aufzählung von tagesaktuellen News, vielmehr finden sich hier Besprechungen und ausführliche Interviews zu verschiedenen Linux-Themen. Unter Quicktipps werden Kurzhilfen abgedruckt, die dem Anwender helfen, schnell ein bestehendes Problem zu lösen. Unter dem Reiter Contribute ist jeder aufgefordert, seine News, Artikel, aber auch Tipps zu Linux Orbit hinzuzufügen: Einfach das bestehende Formular ausfüllen und den Beitrag in Linux Orbit einstellen. Insgesamt findet sich eine Fülle von Artikeln, die sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen und dem Portal den Charakter eines aktuellen Informationsdienstes verleihen. Das Bild wird durch den Forumsbereich, der ebenso über den gleichnamigen Reiter anwählbar ist, abgerundet. Etwas störend ist lediglich, dass man doch sehr lange scrollen muss, um alle verfügbaren Inhalte von Linux Orbit überblicken zu können.

Linux Fund

Linux Fund bemüht sich in besonderem Maße um die Weiterentwicklung des Open-Source-Gedanken: Hier werden Kontakte zu Universitäten gepflegt, und man versucht, Studenten mit Stipendien zur Entwicklung von Open Source Software anzuregen. Bewundernswert ist dieser Einsatz für die Open-Source-Gemeinde auch deshalb, weil die Stipendien einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten. Deshalb hält Linux Fund regen Kontakt zu großen Firmen und finanziert einige Stipendien über spezielles Sponsoring. Ein anderer Ansatz ist die Linux Fund Mastercard: Hier kann man eine Mastercard erwerben, die mit dem Linux-Pinguin-Logo bestückt ist; das Angebot gilt leider nur in den USA. Die Site an sich ist zusätzlich ein Quell von Linux-Informationen, so dass der Besucher nicht nur mit der Organisation von Linux Fund vertraut gemacht wird. Im Bereich Entwicklung kann man herausfinden, an welchen Anwendungen gerade gearbeitet wird.

Linux Info Zentrum

Das Schweizer "Linux Information Zentrum" ist eine Site, die positiv durch Übersichtlichkeit überzeugt. Dabei meine ich nicht die vielzitierte Übersichtlichkeit, wie man Sie auf dem Teller in einem Restaurant vorfinden kann… Hier wurden für den Besucher Bereiche geschaffen, in denen er sich sofort zurechtfindet. Außerdem wurde eine genaue Aufteilung der Beiträge erreicht, die der Site ihren professionellen Charakter gibt. Im rechten Frame gibt es Headlines zu News, die über den dahinterliegenden Link weiterverfolgt werden können. Auf den ersten Blick ersichtlich und immer wieder nachgefragt sind Linux-Veranstaltungen. Mit dem Feature nächste Veranstaltung sieht der Besucher sofort, welcher nächste größere Linux Event ansteht. Kritisch anzumerken ist allerdings, dass die Inhalte im Bereich Page News zwar regelmäßig, aber nicht mit der nötigen Häufigkeit aktualisiert werden.

Linux2order

Bei Linux2order dreht sich alles um Linux-Anwendungen. Hier gibt es eigentlich zwei Bereiche: einen Bereich, in dem man sich registrieren muss, um an kostenpflichtige Software oder entsprechende CDs heranzukommen, und einen kostenlosen Download-Bereich, dessen einzelne Linux-Rubriken in einem rechten Frame dargestellt werden. Dieser Bereich kann auch über den Link Browse Applications in der Kopfleiste verfolgt werden. Die Rubriken-Liste vermittelt dem Besucher eine nahezu vollständige Übersicht über die einzelnen Einsatzgebiete von Linux-Applikationen, die weiterführenden Links bringen den Anwender dann zu den downloadbaren Anwendungen. Neben diesen die Site beherrschenden Bereichen gibt es aber auch im linken Teil der Startseite einen Verweis auf Linux-FAQs, die über den Link Learn erreichbar sind: Dort findet sich nicht nur ein Linux Troubleshooting in Form von FAQs, sondern auch einige weitere Linux Links.

Linuxblitz

Linuxblitz bietet eine weitere Link-Sammlung, beschreitet dabei aber etwas andere Wege: Auf den ersten Blick wirkt Linuxblitz etwas trostlos. Ich fühlte mich in die Anfangszeiten von DOS-Anwendungen zurückversetzt. Auch inhaltlich kann Linuxblitz mit gerade mal knapp 100 Links nicht gerade überzeugen. Interessant ist aber die Einteilung in die verschiedenen Kategorien. Dabei fällt auf, dass man hier neue interessante Rubriken findet, die sonst nicht in den bekannteren Link-Sammlungen zu finden sind. Genauso überzeugt den erfahrenen Linux-Anwender dann auch das Angebot, wenn er eine dieser neuen Kategorien anwählt. Denn es finden sich nicht die althergebrachten und immer wieder zitierten Linux Sites, sondern hier lassen sich neue, bisher unbekannte Seiten aufstöbern. Wer zusätzlich das Angebot von Linuxblitz um einige Einträge erweitern möchte, der ist in der Headline unter Neuen Link eintragen aufgefordert, die URL, eine Beschreibung, sowie Titel und Rubrik anzugeben.

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