Kekse

Wer seinen Daemon von der Tastatur aus beeinflussen mag, kann dies mit dem Tool xscreensaver-command. Welche Optionen dieser Befehl versteht, erfahren Sie mit einem parameterlosen Aufruf. Sollte Ihnen die daraufhin ausgegebene Kurzanleitung nicht ausreichen, bietet die Manpage man xscreensaver-command etwas ausführlichere Informationen.

Besonders interessant dürfte der Parameter -activate sein: Nehmen Sie den Befehl xscreensaver-command -activate in Ihr Startmenü auf (oder erstellen Sie z. B. ein Desktop-Icon mit diesem Befehl), so können Sie den Bildschirmschoner damit direkt aktivieren. Geben Sie ihm stattdessen ein -lock mit auf den Weg, so wird der Bildschirm ebenfalls unverzüglich geschont. Macht sich jedoch ein Störenfried bemerkbar, so wird dieser zur Passworteingabe aufgefordert. Erst nachdem das Passwort stimmt, darf der Benutzer zur X-Session zurückkehren und weiterarbeiten.

Abbildung 5: Gelockten Bildschirm entsperren

Bleibt noch die Frage, wie man xset oder den Daemon automatisch startet: Bietet der eingesetzte Window Manager eine sogenannte "Autostart"-Funktion, so tragen Sie xscreensaver (oder xset) dort einfach ein. Unabhängig vom eingesetzten Window Manager existiert noch eine weitere Lösung: Der X-Server sucht beim Start im Home-Verzeichnis eines Users entweder nach der Datei .xinitrc oder nach .xsession. Findet er diese, so entnimmt der X-Startmechanismus dieser Datei, wie der User seine X-Session wünscht. Denkbar wäre folgender Aufbau:

xsetroot -solid "#102040" &
 xsetroot -cursor_name left_ptr &
 xset s off &
 xscreensaver &
 evilwm

In diesem Beispiel wird zunächst die Desktop-Hintergrundfarbe gesetzt. Dank des abschließenden & muss der zweite xsetroot-Befehl nicht warten, bis der vorige erledigt ist, sondern darf sofort starten und den Mauszeiger in einen Pfeil ändern. Daraufhin wird der Standard-Bildschirmschoner deaktiviert. Anschließend startet der xscreensaver-Daemon und zuletzt ein Window Manager (in diesem Fall der in Heft 09/2001 besprochene evilwm). Dieser erhält kein abschließendes & mit auf den Weg, denn sobald er abgeschlossen wird, soll sich die gesamte X-Session beenden – und mit ihr alle Programme, die über sie gestartet wurden.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Huawei
Pit Hampelmann, 13.12.2017 11:35, 2 Antworten
Welches Smartphone ist für euch momentan das beste? Sehe ja die Huawei gerade ganz weit vorne. Bi...
Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 2 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 3 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...