Milch und Zucker

Wessen Auge nun mitessen mag und wer einer guten Portion Komfort nicht abgeneigt gegenüber steht, für den gibt es unter http://www.jwz.org/xscreensaver/ sowie auf der beiliegenden Heft-CD das Paket xscreensaver. Meist dürfte dieses bei einer Standardinstallation allerdings längst auf der heimischen Festplatte installiert sein.

Abbildung 2: Splashscreen beim Start

xscreensaver entspricht auch nicht dem, was ein Exil-Windows-User unter Bildschirmschonern versteht: Nicht ein Bildschirmschoner steht zur Auswahl – stattdessen darf die Benutzerin aus einer Liste unzähliger Möglichkeiten die gewünschten ab- oder hinzuwählen. Zwischen diesen wird dann kontinuierlich durchgewechselt (wer nur einen einzigen auswählt, bekommt natürlich auch hier immer den gleichen zu Gesicht).

Das Konzept ist modular: So können beliebige Grafikdemos eingebunden werden, sofern sie in der Lage sind, das X-Root-Fenster neu zu zeichnen. Nicht weniger als 123 Demos werden mitgeliefert. Doch diese sind nicht einzig als Fest für die Augen, sondern auch (oder teilweise vor allem) als ein Fest für Wissenschaftler gedacht, die sich das eine oder andere berühmte Gedankenspiel visualisiert vorführen lassen wollen. Manches ist für den Heim-User gähnend langweilig und nichtssagend, manches bringt einen modernen PC an seine absolute Leistungsgrenze, und manches setzt allerhand auf dem heimischen Linux voraus, was dort gar nicht existiert.

Zum Glück gibt es das Tool xscreensaver-demo, mit dem man sich durch die lange Liste der Demos wühlen kann. Angesichts der verfügbaren Masse dürfte für jeden Geschmack genug übrig bleiben.

Abbildung 3: Auswahlmenü der Grafik-Demos

Sahnehäubchen

Individuell wird es mit dem darin enthaltenen Feld Command Line, in dem der Aufruf jedes einzelnen Grafik-Demos (und somit des Bildschirmschoners selbst) bearbeitet werden darf. Ein Mausklick auf den Button Documentation... verrät, was dort alles eingetragen werden kann. Zu jedem der 123 Bildschirmschoner existiert eine solche Anleitung, die mit [q] wieder verlassen wird.

Doch nicht nur die Liste der verfügbaren Bildschirmschoner lässt sich dort einsehen und konfigurieren. Im zweiten Karteireiter befinden sich Optionen, mit denen Sie nach Herzenslust walten, schalten und experimentieren können.

Abbildung 4: Konfigurationsmenü

Wirksam werden die dort vorgenommenen Änderungen allerdings erst, nachdem der xscreensaver-Daemon neu gestartet wurde. Zu erreichen ist dieser Punkt über File / Restart Daemon. Denn während xscreensaver-demo lediglich eine Konfigurationsdatei bearbeitet, sorgt das Programm xscreensaver stets unabhängig hiervon (und unbemerkt im Hintergrund) für die Funktionalität. Einmal gestartet weiß es nichts von den Änderungen und muss explizit mit einem Neustart davon in Kenntnis gesetzt werden.

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