Immer aktuell
Dr. Linux:
Wenn der Installer aufgibt
Ich wollte neuere KDE-Pakete mit rpm -Uvh Pfad/zur/Datei.rpm oder yast1 einspielen. Während der Installation wurde die Fehlermeldung Can't get PREIN ausgegeben. Was hat das zu bedeuten?
Dr. Linux: Überprüfen Sie die Pfadangaben zu den neuen Paketen. Möglicherweise haben Sie sie in einem Verzeichnis abgespeichert, das Leerstellen und/oder Sonderzeichen enthält. Benennen Sie die Verzeichnisse so um, dass ihre Namen nur noch aus Ziffern, Bindestrichen und Buchstaben bestehen.
Eine andere Ursache für diese Fehlermeldung kann ein fehlerhafter Download sein. Dann hilft nur, das fehlerhafte Paket erneut herunter zu laden. Vergleichen Sie die Größe Ihres Pakets mit der der Datei auf dem Download-Server! Unterscheiden sich die Angaben, ist das ein starkes Indiz für einen verpatzten Download. Fällt hier kein Unterschied auf, schafft ein Vergleich der (meist in einer Textdatei auf dem FTP-Server abgelegten) md5-Prüfsumme mit dem Ergebnis des Befehls
md5sum heruntergeladenes_Paket
Gewissheit.
War der ursprüngliche Download langsam oder mehrfach unterbrochen, suchen Sie am besten nach einem weniger frequentierten FTP-Mirror für die gewünschten Dateien. Sofern Sie bislang lediglich einen Teil des Pakets herunterladen konnten, benutzen Sie ein FTP-Programm, das in der Lage ist, abgebrochene Downloads wieder aufzunehmen. Dann sollten der Download und die nachfolgende Installation gelingen.
KDE klemmt
Die KDE-Neuinstallation verlief fehlerfrei. Leider startet die Desktop-Umgebung nun nicht mehr. Woran könnte das liegen?
Dr. Linux: Schauen Sie zunächst in Ihrem /tmp-Verzeichnis nach den Verzeichnissen mcop-username und ksocket-username sowie nach Dateien, deren Namen mit dcop* beginnen. Löschen Sie sie, und versuchen Sie, KDE neu zu starten. Sollte das misslingen, schauen Sie in Ihrem Heimatverzeichnis nach .DCOP*- und .MCOP*-Dateien, und entfernen diese ebenfalls.
Bleiben die Startprobleme bestehen, wurden eventuell die persönlichen KDE-Konfigurationsdateien in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Fehler tritt dann auf, wenn man das Update bei laufendem KDE durchführt. User, die zu dieser Zeit nicht eingeloggt waren, sind davon nicht betroffen. Sichern Sie zunächst Ihre alten Einstellungen. Sie befinden sich in einem Verzeichnis .kde2 in Ihrem Home-Verzeichnis, das sie mit
mv .kde2 .kde2.old
umbenennen. Der Punkt vor dem Verzeichnisnamen ist kein Tippfehler – er schützt das Verzeichnis vor versehentlichem Löschen mit rm *.
Meiner Erfahrung nach sollte Ihr KDE jetzt wieder anstandslos starten – allerdings werden dabei alle individuellen Einstellungen wieder auf den Default-Wert zurückgesetzt: KDE legt ein frisches .kde2-Verzeichnis an.
Dort hinein kopieren Sie Stück für Stück die Einstellungen aus dem umbenannten Verzeichnis. Desktop-Einstellungen mögen im Kontrollzentrum schnell wiederhergestellt sein, bei einem umfangreichen Adressbuch ist man jedoch dankbar, es in ~/.kde2.old/share/apps/kab/addressbook.kab wiederzufinden und nach ~/.kde2/share/apps/kab kopieren zu können.



