Software

01.10.2001

Desktop-Umgebung KDE 2.2

Seit Mitte August ist das von vielen Linux-Anwendern heiß ersehnte Versions-Update der beliebten Desktop-Umgebung KDE auf diversen FTP-Servern verfügbar. Neben zahlreichen Detail-Verbesserungen und Bugfixes bringt Version 2.2 unter anderem folgende neuen Anwendungen mit: den KWrite-basierten Editor Kate mit Plugin-Fähigkeiten und einem integrierten Datei-Browser für einfaches Projekt-Management, die neueste Version 2.0 der C/C++-Entwicklungsumgebung KDevelop, das Wörterbuch-Programm KDict, ein KDE-übergreifend einsetzbares OCR-Scanner-Tool namens Kooka sowie den Handy-Telefonbuch-Synchronisierer Kandy. Der ebenfalls neu hinzugekommene Konfigurations-Wizard KPersonalizer führt den Benutzer nach dem ersten Login durch alle wichtigen Desktop-Einstellungen und ermöglicht so auf bequeme Weise die Anpassung der Desktop-Umgebung an die individuellen Bedürfnisse des Anwenders. Auch bei den Internet-Clients hat sich wieder einiges getan: Konqueror (genauer: die KHTML-Komponente) hat sich dem vom W3-Konsortium verabschiedeten DOM-Standard noch einmal ein Stück weiter angenähert, KMail arbeitet endlich auch mit IMAP-Servern samt SSL und TLS zusammen, und Knode beschert dem Anwender noch mehr Komfort beim Verwalten und Lesen von News-Artikeln. Erfreulich ist, dass die KDE-Entwickler neuerdings wieder mehr Wert auf Interoperabilität mit weit verbreiteten Nicht-KDE-Anwendungen wie etwa dem Gnome-Fenster-Manager icewm oder Mozilla legen. Auf der Heft-CD finden Sie die Quellen und fertige Pakete für SuSE 7.2, Red Hat 7.x und Mandrake 8. http://www.kde.org

Antiviren-Software F-Prot 3.10a

,,Viren unter Linux? Sowas gibt´s doch gar nicht.`` Solche Pauschalaussagen hört man auch heute noch von vielen Linux-Anhängern. In der Tat ist es unter Linux nicht so einfach, einen Virus zu verbreiten, wie dies etwa unter DOS bzw. Windows 9x/Me möglich ist. Nichtsdestotrotz steigt mit zunehmender Verbreitung im Desktop-Umfeld - und sei es auch nur in Form eines File- oder Mail-Servers für andere Desktop-Betriebssysteme - auch unter Linux die Gefahr einer Vireninfektion. Die isländische Firma Frisk Software bietet deshalb ihre in der Windows-Welt bekannte Antiviren-Software F-Prot erstmals auch in einer Linux-Variante an. Aktualisierte Virendefinitions-Dateien kann man sich bei Frisk in regelmäßgen Abständen kostenlos herunterladen, so dass man auch neu in Umlauf gesetzten Windows- und Linux-Viren im Zweifelsfall schnell auf die Schliche kommt. Das Linux-Paket, das sich momentan noch in einer Beta-Phase befindet (Feedback ausdrücklich erwünscht!), ist bislang kostenlos erhältlich. http://www.frisk.is

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