Gameboy de Lux

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, deshalb werden auch Spiele mitgeliefert. Tetris, Tic Tac Toe und andere Klassiker kommen hier zu neuen Ehren. Besonders gelungen ist Aliens, ein Klon von Space Invaders (siehe Abbildung 5). Im Vollbildmodus greifen ein weiteres Mal die Außerirdischen an. Neben der netten Grafik und dem originalen Quietschsound der 80er Jahre gefällt besonders die Idee, bei Anwendungen das Display im Querformat zu verwenden.

Dies könnte auch einer Anwendung gut tun, die nicht zu den Spielen gehört: der Shell. Da auf dem Agenda ein normales Linux seinen Dienst tut, gibt es auch den Zugriff per Kommandozeile. Als erstes sollte man allerdings die verwendete einfache Shell loswerden und statt dessen die bash starten [6]. Verglichen mit einem normalen Desktop-Rechner geht natürlich alles sehr gemächlich vor sich. Für ernsthaftes Arbeiten mit dem System ist dies nicht zu empfehlen, zu sehr schränken das schmale Display (31 Buchstaben) und die fehlende Tastatur ein. Statt dessen kommt die serielle Anbindung ins Spiel.

Nabelschnur

Der VR3 hat an der Unterkante einen Stecker, über den auch in Zukunft alle Erweiterungen angeschlossen werden. Das mitgelieferte Kabel stellt die Verbindung zu einer seriellen Schnittstelle her. Der Agenda soll mit Linux und mit Windows zusammenarbeiten, die Windows-Software wurde aber nicht getestet.

Die Verbindung zum PC kann für verschiedene Dinge genutzt werden, neben dem Aufbau einer Netzwerkverbindung können die PIM-Anwendungen synchronisiert oder der VR3 mit neuem Betriebssystem und neuer Software versorgt werden. Zuerst muss auf dem Linux-PC der pppd gestartet werden:

/usr/sbin/pppd /dev/ttyS0 \
     192.168.100.1:192.168.100.5 \
     noauth nodetach debug 115200 local

Der PC erhält damit die IP-Adresse 192.168.100.1, der Agenda 192.168.100.5. Die Verbindung läuft über die erste serielle Schnittstelle (ttyS0). Auf dem VR3 findet man in der System-Rubrik das Programm network. Hier trägt man bei Direct Serial die statische IP-Adresse 192.168.100.5 ein und drückt auf den Start-Knopf. Danach besteht eine Netzwerkverbindung zum PC, eine Telnet-Session zum PDA geschieht nun mit dem normalen Terminal und der Tastatur.

Damit man nicht immer die komplette IP-Adresse eingegeben muss, kann diese in der Datei /etc/hosts mit einem Namen versehen werden:

192.168.100.5 agenda

Zum Beenden der Verbindung sollte man sich erst Ausloggen und dann am PDA die Verbindung stoppen. Der pppd beendet sich von selbst.

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