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Linux-PDA im Test

Pinguin in der Westentasche

Alles in allem

Insgesamt macht das Arbeiten mit dem Agenda VR3 Spaß, die täglichen Aufgaben eines PDAs lassen sich gut erledigen. Durch die Synchronisation mit den Desktop-Programmen kann zumindest der Gnome-User mit einer einheitlichen Datenbasis arbeiten. Hier gilt es natürlich, die eine oder andere Macke auszubessern, auch die KDE-User sollten mehr bedacht werden.

Eine Empfehlung Palm oder Agenda ist schwierig. Schon der kleinste Palm ist bei den normalen Aufgaben schneller. Neben dem unbestreitbaren Geek-Appeal verbucht der Agenda natürlich die gute Integration in die Linux-Landschaft für sich. Außerdem bietet er (zumindest perspektivisch) wegen der Vielzahl an Schnittstellen viel mehr Möglichkeiten als der Palm. Kann man mit derzeit etwas zähen Anwendungen leben, ist er mehr als Blick wert. (fjl)

Satzfertig (

agenda.txt)

Glossar

PDA

Personal Digital Assistent, also ein elektronischer Organizer. Am bekanntesten sind die Geräte von Palm, Handspring und Psion. Handspring setzt für seinen Visor auf PalmOS, das von Palm lizensiert wurde. Im Gegensatz zu diesen beiden Stift-PDAs haben die Geräte von Psion eine Tastatur und sind deutlich größer. Allerdings hat Psion vor kurzem angekündigt, keine Geräte mehr an Endverbraucher zu verkaufen.

MIPS

Verbreitete Prozessor-Architektur. MIPS-Prozessoren werden von verschiedenen Herstellern produziert und in den unterschiedlichsten Geräten eingesetzt, von High-End-Servern (beispielsweise bei Silicon Graphics) bis hin zu kleinen und stromsparenden PDAs.

Flash

Ein Flash-Speicher kann fast wie ein normales RAM mehrfach beschrieben und ausgelesen werden; er merkt sich seine Daten aber auch, wenn der Strom abgeschaltet ist. Im Gegensatz zu RAM ist vor allem das Schreiben recht langsam und darf nicht beliebig oft wiederholt werden.

IrDA

Die Abkürzung steht eigentlich für Infrared Data Association. Sie bezeichnet aber auch den Standard für Infrarot-Schnittstellen, der von eben dieser Gesellschaft festgelegt wurde.

Kalibrierung

Ein Touchscreen reagiert auf Berührungen, etwa mit einem Stift. Während der Kalibrierung wird festgelegt, welchem Punkt der Programmoberfläche eine solche Berührung tatsächlich entspricht.

xdm

Der X11 display manager ist das grafische Login-Programm, in das der Anwender seinen Usernamen und sein Passwort eingibt.

PIM

Personal Information Manager. Hier sind vor allem Terminplaner, Adressbuch und Notizen gemeint.

ELF

Extensible Linking Format, das heute unter Linux übliche Format für Binärprogramme und Bibliotheken.

ABI

Application Binary Interface ist der Oberbegriff für die Formate und Verfahren, mit denen beim Programmstart die Bibliotheken eingebunden werden.

Wiki

Sehr offenes Web-Forum, in dem alle Teilnehmer die Beiträge der anderen Teilnehmer überarbeiten, ergänzen und kommentieren können.

Der Autor

Carsten Zerbst ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TUHH. Neben der Forschung über die Dienstintegration an Bord von Schiffen beschäftigt er sich mit Tcl in allen Lebenslagen. Ab Oktober sucht er neue Aufgaben im Unix/Linux Umfeld.

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LinuxUser 06/2012

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