Netzwerk-Adapter SEH Intercon IC-55 und IC-105 einrichten

Petri Heil!

In einem modernen Haushalt, in dem Vater, Sohn und Tochter ihren eigenen Computer benutzen, wird meist für jeden Rechner ein eigener Drucker gekauft. Dank Netzwerk-Adapter ist es aber gar nicht schwer, sich einen Familien-Drucker zu teilen.

Heute ist es üblich, zu jedem Computer einen eigenen Drucker zu kaufen, denn die gemeinsame Nutzung eines Druckers für die ganze Familie ist alles andere als leicht: Ein Drucker-Umschalter ist sehr unbequem, wenn die Computer in verschiedenen Räumen stehen, und die meisten Windows-Treiber prüfen beim Laden die Präsenz des Druckers und beschweren sich, wenn er nicht antwortet. Noch dazu ist die maximale Länge der Druckerkabel sehr beschränkt - für den ECP-Modus mit bis zu 1,2 MBit/s muss ein teures geschirmtes, maximal 5 Meter langes Kabel gekauft werden, und selbst im langsamen SPP-Modus ist nach 15 Metern endgültig Schluss. Spätestens wenn ein dritter Computer hinzu kommt, stehen die Anschaffungskosten der Kabel kaum noch in einem vertretbaren Verhältnis zum Nutzen.

Ein Drucker für alle

Abhilfe schafft ein externer Netzwerk-Adapter für Drucker. Die oft irreführend als Printserver bezeichneten Geräte bieten auf der einen Seite einen ECP-Druckeranschluss und auf der anderen eine Netzwerk-Schnittstelle. Damit vereinfacht sich die Kabelführung erheblich: Statt mehrerer 25 poliger Kabel braucht nur noch ein Standard-Netzwerk-Kabel bis zum Drucker gelegt werden, das auf der anderen Seite mit einem Computer, einem Huboder Switchverbunden wird. Hinsichtlich der Kabellängen gibt es kaum Einschränkungen, über hundert Meter darf das "Druckerkabel" lang sein. Probleme bei der gemeinsamen Nutzung gibt es auch nicht: Der Drucker kann mehreren Rechnern gleichzeitig antworten, nimmt aber im Gegensatz zu echten Printservern mit eigenen Festplatten für die Zwischenspeicherung immer nur einen Druckauftrag an. Die anderen Aufträge werden in eine Warteschlange gehängt und nacheinander abgearbeitet.

SEH Intercon IC-55 und IC-105

Für den Toner-Verbrauchstest der Laserdrucker in dieser Ausgabe verwendeten wir die Netzwerk-Adapter Intercon IC-55 und IC-105 der Firma SEH. Der Anschluss ist denkbar einfach: Sie werden an die Centronics-Schnittstelle eines beliebigen Druckers gesteckt und mit den Federbügeln gegen Herausfallen gesichert. Nach Anschluss der Netzteile sind die Adapter einsatzbereit.

Der SEH IC-55 bietet zwei Anschlüsse mit je 10 MBit/s Datenrate: Den herkömmlichen RJ-45-Port für Twisted-Pair-Verkabelungen, und eine BNC-Buchse für ältere Koaxialkabel, die alternativ benutzt werden können. Der IC-105 bietet einen RJ-45-Anschluss mit einer Datenrate von 10 oder 100 MBit/s, und lässt sich damit auch ohne Switch in moderne Netzwerke einbinden. Beide Adapter haben einen Taster, mit dem sich die Konfiguration über den angeschlossenen Drucker ausdrucken lässt.

Die Netzwerk-Adapter haben einen eingebauten Web-Server, über den sich der Status des angeschlossenen Druckers abrufen und Einstellungen verändern lassen. Doch dazu muss am Adapter zunächst die IP-Adresse eingestellt werden. Die Netzwerk-Adapter suchen beim Einschalten automatisch einen DHCP-, BOOTP- oder Novell-Server, um eine IP zugewiesen zu bekommen. In Windows-Netzwerken wird zudem nach einer entsprechenden Arbeitsgruppe gesucht, bei der sich der Adapter anmeldet.

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