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KDEPrint

<C>kprinter<C> für Aliens

Ein Klick auf das Druckersymbol oder die Menüauswahl Datei / Drucken... fast jeder beliebigen KDE-2.2-Anwendung startet kprinter. Aber auch Nicht-KDE-Programme wie Netscape lassen sich damit ausstatten, sodass sich mehr Möglichkeiten als durch den anwendungseigenen Drucker-Dialog bieten.

Abbildung 7: Netscape mit kprinter

Netscape erinnert sich immer an das zuletzt verwendete Druck-Kommando. Dieser Eintrag ist jederzeit veränderlich. Bisher drucken Sie vermutlich mit einem einfachen lpr auf dem Standard-Drucker oder mit lpr -PName_meines_Druckers auf einem bestimmten logischen Drucker. Ersteren Befehl ersetzen Sie durch den Eintrag kprinter, letzteren durch kprinter -d Name_meines_Druckers (-d für "destination", Abbildung 7). Ein Klick auf Drucken führt nun geradewegs zum kprinter-Fenster.

Bei StarOffice ist die Umänderung des Druckbefehls nicht so offensichtlich. Sie müssen als root das Programm spadmin (Star Office Printer Administration) starten. Es befindet sich im Installationsverzeichnis von StarOffice im Unterverzeichnis program.

Prüfen Sie, ob unter Eingerichtete Drucker bereits der Eintrag Generic Printer vorhanden ist. Ansonsten wählen Sie diesen unter Installierte Druckertreiber aus. Klicken Sie dann auf Als neuen Drucker hinzufügen.

Markieren Sie den Generic Printer. Dann klicken Sie auf Verbinden.... Wählen Sie unter Verfügbare Queues die default_queue aus, und ändern Sie den Wert auf

default_queue=kprinter

Eventuell müssen Sie den absoluten Pfad verwenden, z. B.

default_queue=/opt/kde/bin/kprinter

Bestätigen Sie mit OK, und wählen Sie zum Abschluss Einrichten.... Stellen Sie Ihr Papierformat ein. Es bietet sich an, in einem Atemzug die Auflösung (Resolution) anzupassen, wenn Sie einen höheren Wert benötigen. Überprüfen Sie die übrigen Einstellungen, bevor Sie den Dialog schließen.

Abbildung 8: Auch StarOffice und kprinter vertragen sich

Sehr altmodische Programme – und dazu gehören in diesem Fall alle KDE-Programme bis Version 2.1.1 – benutzen leider lpr als "fest verdrahtetes" Druckkommando. Dieses Kommando sucht in der Printcap nach den dort definierten Druckern. Die grafische Bedienung beschränkt sich dabei darauf, per Mausklick einen der vorhandenen Drucker auszuwählen. In diesen Fällen besteht keine direkte Möglichkeit, kprinter als Druckkommando einzusetzen. Sie können lpr allerdings in z. B. lpr-alt umbenennen und einen symbolischen Link von lpr auf kprinter anlegen.

Neue Drucker

Ob "mitten im Druckdialog" (vgl. Tabelle 1) oder ganz in Ruhe im KDE-Kontrollzentrum – der Printer Wizard ist immer dabei, wenn es gilt, einen zusätzlichen Drucker über RLPR oder CUPS einzurichten. Für RLPR bedarf es in der Regel keine spezielle Berechtigung, sonst ist der Wizard meist nur mit root-Rechten zu erreichen.

Das Programm greift Ihnen bei Bedarf bei der Einrichtung von CUPS-Druckern kräftig unter die Arme, denn es kann das Netz "scannen". Die Parameter für die Netz-Durchsuchung lassen sich sogar genau einstellen (Abbildung 9).

Abbildung 9: Scannen nach HP-JetDirect-Druckern (Port 9100)

Dabei findet der Wizard freigegebene Windows-Drucker mit Hilfe von Samba ebenso wie HP JetDirect- oder IPP-Drucker (Abbildung 10).

Abbildung 10: Fündig geworden bei HP-JetDirect-Druckern

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