desktopia.png

Jo´s alternativer Desktop

Eingangstür

StarTrek-Zeiten sind noch weit entfernt, und Ihr Computer erkennt Sie weder an Sprache noch Fingerabdruck? xdm ist eine zeitgemäße Übergangslösung.

desktopia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit desktopia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Schon Ali Baba und seine 40 Räuber wussten, dass ohne Passwort kein Sesam zu öffnen ist. Seither ist viel Wasser den Bach hinuntergeflossen, und so reicht ein einzelnes Zaubersätzchen längst nicht, um die Pforten unserer Rechner zu öffnen: Jeder Besucher ist einmalig und hat sein eigenes Passwort (wir wollen ja nicht alle 40 Räuber gleichzeitig bedienen). Nun gibt es verschiedene Wege ins eigene Reich – ein klassischer Wegweiser hierzu ist xdm, der "X Display Manager".

Steinzeitflair?

Manch einer dürfte am liebsten in seine Tastatur beißen angesichts der Tatsache, dass hier nun ausgerechnet das Urgestein xdm präsentiert wird – wo doch KDEs kdm Einiges mehr bietet und gut funktioniert. Was will man da noch mit xdm?

Mit gleichem Recht können Benutzer alternativer Oberflächen (wie XFce) fragen, warum sie allerhand Plattenplatz einzig wegen kdm verschwenden sollen, wo doch xdm schneller startet und als X-Standard-Tool keinen zusätzlichen Plattenplatz benötigt. Neben dem Knabbern an den Ressourcen sind auch die scheinbar praktischen Features von kdm nicht unumstritten: Auf einem System mit beispielsweise 50 oder mehr Usern ist eine klickbare User-Auswahl nicht wirklich sinnvoll – der Einlogwillige müsste länger nach seinem Bildchen suchen, als er bräuchte, um seinen Namen zu tippen. Und tippen darf er hernach sowieso – spätestens das Passwort setzt dem Nager ein jähes Ende. Auch ist ein System, dass erst gar nicht die vorhandenen User preisgibt, eindeutig sicherer als eines, dass vorab einfach mal alle auflistet.

Distributionshoheit

Wer nun in Erwartung eines brandaktuellen xdms freudig zur Heft-CD greift, wird bitter enttäuscht: Nein, wir haben nicht vergessen, ein Päckchen zu schnüren. Vielmehr gibt es das gute Stück nicht einzeln. xdm ist Bestandteil von XFree selber. Somit finden Sie es entweder längst auf Ihrem System installiert, oder es schlummert in einem vom Distributor ausgelagerten, eigenständigen xdm-Paket auf Ihrer Distributions-CD. Auf jeden Fall besitzen sie den zu Ihrer grafischen Oberfläche passenden X Display Manager längst.

Ob xdm bereits installiert ist oder nicht, finden Sie am einfachsten über ein

locate bin/xdm

an einer Eingabeaufforderung heraus. Erfolgt eine Ausgabe, so ist xdm vorhanden. Erscheint nur wieder der Prompt, so hilft die Paketverwaltung inklusive den CDs der Distribution weiter.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Dr. Linux
    Komplizierte Organismen, wie Linuxsysteme es nun einmal sind, haben so ihre ganz eigenen Wehwehchen. Dr. Linux beobachtet die Patienten in den Linux-Newsgruppen, stellt an dieser Stelle Rezepte für aktuelle Probleme aus und alternative Heilmethoden vor.
  • Gezielt in einen bestimmten Runlevel booten
  • SysV-Init und die Runlevel
    Die meisten Distributionen bürden den kompletten Systemstart einem kleinen Programm namens Init auf, das den Job wiederum ganz ungeniert an eine wilde Bande aus Skripten delegiert. Mit denen gilt es zu kämpfen, gerät der Bootprozess einmal ins Stocken.
  • Von init an
    Nach dem Einschalten zeigt ein Computer viele kryptische Nachrichten an, bevor er sich mit dem Login-Bildschirm bereit meldet. Wir zeigen, was im Hintergrund des Boot-Vorgangs abläuft.
  • Systeminitialisierung und Runlevel
    Zwischen dem Einschalten des Computers und dem Einloggen der Benutzer arbeitet das Programm init als erster Prozess. Es initialisiert das System, weckt Daemons wie crond oder syslogd und legt den Runlevel fest, den der Anwender vorfindet.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Brother Drucker DCP-J4120
Achim Zerrer, 09.12.2016 18:08, 0 Antworten
Hallo, ich wollte unter Leap 42.1 den Brother Drucker installieren und dazu das PPD- Datei vom do...
Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...