Mehr Platz für die Fensterleiste

Um im Panel mehr Platz für die Fensterleiste zu schaffen, können Sie diese nach links verschieben: Zunächst müssen die Symbol-Buttons links im Panel zusammen geschoben werden. Bei gedrückter mittlerer Maustaste verändert sich der Mauszeiger, und Sie können den Button schieben. Anschließend klicken Sie wieder mit der mittleren Taste auf die beiden senkrechten Striche im Panel, die die Fensterleiste abtrennen, und ziehen die Trennlinien so weit wie möglich nach links.

Abbildung 10: Platz schaffen durch Verschieben
Abbildung 11: Ein wenig übersichtlicher

Bei einer großen Anzahl geöffneter Fenster ist die übersichtlichste Methode, ein Fenster zu finden, die Auswahl über die Fensterliste. Sie ist über einen Symbol-Button im Panel zu erreichen.

Abbildung 12: Die Fensterliste erleichtert den Überblick

Fehlt nach der Installation von KDE dieser Button, drücken Sie über einer freien Fläche der Fensterleiste die rechte Maustaste und wählen Hinzufügen/Fensterliste. Das Menü der Fensterliste ermöglicht den Wechsel der Arbeitsfläche und listet alle geöffneten Fenster sortiert nach Desktops auf. KDE wäre nicht KDE, wenn es nicht noch einen Weg gäbe. Drücken Sie [Alt-Tab], und in der Mitte des Desktops erscheint ein Fenster, dass eine geöffnete Anwendung mit Namen und Symbol anzeigt. Halten Sie die [Alt]-Taste gedrückt und blättern Sie durch Drücken der [Tab]-Taste alle Fenster durch.

Abbildung 13: Blättern durch die Fenster mit der Tastatur

Wird das gesuchte angezeigt, lassen Sie [Alt] los und das Fenster springt nach vorn. Ganz ähnlich blättern Sie auch durch Ihre Arbeitsflächen. Statt [Alt-Tab] müssen Sie nur [Strg-Tab] verwenden.

Fokussieren

Wie bei Windows holen Sie ein Fenster nach vorne, wenn Sie auf einen sichtbaren Teil klicken; man sagt: Das Fenster erhält den Fokus, denn es nimmt nun alle Tastatureingaben entgegen. Statt des Klicks kann auch der Kontakt mit dem Mauszeiger die Aktivierung auslösen. Wählen Sie zur Konfiguration des Fenster- und Mausverhaltens im KDE-Kontrollzentrum den Abschnitt Erscheinungsbild/Fenster-Eigenschaften/Aktionen. Hier können Sie einstellen, ob beim Verschieben eines Fensters oder bei Veränderung seiner Größe der Fensterinhalt angezeigt werden soll. Bei geringer Rechnerkapazität sollten Sie beide Optionen deaktivieren. Den Bereich "Platzierungsverhalten" haben Sie bereits kennen gelernt. Als Standards für die Aktivierung eines Fensters stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Aktivierung nach Klick ist voreingestellt.
  • Aktivierung bei Mauskontakt aktiviert ein Fenster, wenn die Maus irgendeinen Teil des Fensters berührt. Zusätzlich kann die Option Automatisch nach vorne gewählt werden. Wie schnell das Fenster in den Vordergrund kommen soll, stellen Sie über den Schieberegler ein.
  • Wählen Sie statt dessen Auf Klick nach vorne, reagiert das Fenster bei einem Klick auf einen beliebigen Teil des Fensters.
  • Anders bei der Option Aktivierung unter Mauszeiger: Hier müssen Sie auf die Titelleiste klicken, um ein Fenster nach vorne zu holen. Die automatische Option funktioniert hier nicht.
  • Aktivierung genau unter Mauszeiger löst die selben Aktionen aus wie Aktivierung bei Mauskontakt.
Abbildung 14: Mauskontakt genügt zur Aktivierung

Was passiert, wenn Sie mit einer der drei Maustasten auf ein aktives oder inaktives Fenster klicken? Dazu bietet KDE eine schon beinahe verwirrende Vielfalt von Kombinationsmöglichkeiten. Diese Einstellungen nehmen Sie wiederum im KDE-Kontrollzentrum unter Erschneiungsbild/Fenster-Eigenschaften/Mausverhalten vor. Die Voreinstellungen gleichen weitgehend dem Verhalten der Maus unter Windows. Ein Klick mit der linken Maustaste auf die Titelleiste eines aktiven Fensters holt dieses nach vorne, ein Klick bei einem inaktiven Fenster aktiviert dieses und holt es ebenfalls nach vorn.

Abbildung 15: Drei Tasten und jede Menge Möglichkeiten

Aber wenn Sie sich schon immer gewünscht haben, dies mit der rechten Maustaste zu machen, ist das kein Problem: Die linke Maustaste kann zum Beispiel das Fenster nach hinten setzen und die mittlere Taste ein Aktionen-Menü öffnen. Der Experimentierfreude sind fast keine Grenzen gesetzt. Hingewiesen sei noch darauf, dass die Fensterränder mit "magischen" Zonen versehen sind. Diese sorgen dafür, dass ein Fenster sich, wenn es in die Nähe des Randes der Arbeitsfläche geschoben wird, an den Rand "klebt". Die Breite dieser Zonen kann zwischen 0 und 50 Pixel variiert werden. Dies tun Sie über einen Schieberegler im Bereich Magische Ränder. Er befindet sich im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild/Arbeitsflächen/Ränder.

Angenommen, Sie arbeiten mit mehreren "virtuellen Desktops" und möchten nun ein Fenster von einer Arbeitsfläche zu einer anderen verschieben. Dies können Sie tun, indem Sie das Fenster über den Button mit der Nadel "anpinnen" und zur anderen Arbeitsfläche über die Buttons im Panel oder das Fenstermenü wechseln. Ein "angepinntes" Fenster erscheint ja auf allen Arbeitsflächen. Nachdem Sie auf den Desktop gewechselt sind, können Sie die Nadel durch erneutes Anklicken deaktivieren. Das Fenster steht nun nur noch auf dem aktuellen Desktop. Sie können auch per Rechtsklick auf die Titelleiste oder den Rand des zu verschiebenden Fensters das Fenstermenü öffnen. Aktivieren Sie den Menüpunkt Auf Arbeitsfläche. Alle vorhandenen Desktops werden aufgelistet, und Sie wählen denjenigen aus, auf den das Fenster verschoben werden soll. Auf den Desktop müssen Sie allerdings noch wechseln. Dort finden Sie das Fenster in identischer Größe und Position wie vorher.

Es geht auch anders herum: Sie arbeiten auf einem Desktop und wollen ein Fenster von einem anderen holen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Schaltfläche des entsprechenden Fensters in der Fensterleiste. Dies klappt natürlich nur, wenn Sie die Fensterleiste so konfiguriert haben, dass dort alle Fenster auf allen Desktops angezeigt werden. Nach dem Rechtsklick wählen Sie den Punkt Auf Arbeitsfläche im Menü. Es erscheint eine Liste aller verfügbaren Arbeitsflächen. Wählen Sie die entsprechende aus, und schon steht das gewünschte Fenster auf Ihrem aktuellen Desktop.

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