Gnomemeeting

Nicht nur der Name erinnert bei Gnomemeeting [10] an Microsofts Netmeeting, beide Programme basieren auf dem offenen Standard H323, der es ermöglicht, Video und Ton zwischen Programmen auszutauschen. Gnomemeeting greift zu diesem Zweck auf die OpenH323-Bibliothek [11] zurück, die neben H323 selbst auch einige andere Standards für die Übertragung von Video bzw. diverse Audio- sowie Video-Codecs mitbringt. Um einen Gesprächspartner "anzurufen", benötigt man dessen IP, die aber nur bei den wenigsten Benutzern statisch ist. Deshalb kann Gnomemeeting auf ILS-Datenbanken zugreifen, in denen sich andere Benutzer registrieren. Bei ILS handelt es sich im wesentlichen um LDAP, weswegen Gnomemeeting auch OpenLDAP zum Kompilieren benötigt. Eine Liste solcher ILS-Server findet sich unter [12], wobei meistens die Ports 389 oder 1002 genutzt werden. Hat man einen potentiellen Gesprächspartner gefunden, kann man ihn aus dem ILS-Fenster über den Knopf mit dem gehobenen Daumen in das Hauptfenster kopieren. Nicht nur hier ist die Oberfläche ein wenig gewöhnungsbedürftig - die wenigsten Benutzer dürften spontan entdecken, dass man mit einem Rechtsklick auf Remote User Info zu Video- und Audioeinstellungen kommt. Ähnlich wie die meisten Instant Messenger bringt das Programm auch ein Applet für das Panel mit, das eventuelle Anrufe signalisiert. Wenn man von den kleinen Schwächen bei der Benutzung absieht, ist Gnomemeeting aber ein recht ausgereiftes Programm für Internet-Telefonie und stellt eine interessante - wenn auch bandbreitenintensive - Alternative zum normalen Chat dar.

Abbildung 3: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Der Autor

Björn Ganslandt ist Schüler und leidenschaftlicher Bandbreitenverschwender. Wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, neue Programme auszuprobieren, liest er Bücher oder spielt Saxophon.

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