Ein Jahr Gnomogram

Vor ziemlich genau einem Jahr erschien das erste Gnomogram - damals noch in der Rubrik Software. Für GNOME-Fans war es auf jeden Fall ein aufregendes Jahr, und auch wenn manch einer nach dem Ende von Eazel den nahenden Tod des GNOME-Projekts prophezeite, ist GNOME lebendiger den je, und es wird hart an der nächsten Release gearbeitet. Damit nicht nur GNOME, sondern auch das Gnomogram, in Zukunft noch besser werden kann, freuen wir uns natürlich sowohl über Lob wie konstruktive Kritik (und Geburtstagsgeschenke ;).

GLAME

GLAME [8], was so viel wie GNU/Linux Audio Mechanics bedeutet, schickt sich an, das "GIMP des Sounds" und somit Konkurrenz für Windows-Programme wie Soundforge zu werden. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber auch wenn das Programm noch ein wenig instabil ist, macht es schon jetzt Spaß, mit GLAME zu arbeiten.

Beim Start sieht der Benutzer zuerst eine Projektansicht, in der Samples verschiedenen Gruppen und Projekten zugeordnet werden können. Solche Samples lassen sich über die Sound-Karte aufnehmen oder importieren, wobei man im Kontextmenü die Wahl zwischen Import... und Apply Operation/ImEx/Import hat. Obwohl beide Optionen denselben Zweck erfüllen, benutzt die letztere libaudiofile und ist somit etwas schneller. Hat man ein paar Samples zusammen, kann man diese mit Timeline in Kontextmenü auch zeitlich grob arrangieren, und für jedes Sample lässt sich eine Editor-Ansicht starten. Neben den üblichen Effekten sowie Cut & Paste erlaubt der Editor unter Apply Custom... auch, ein Filternetzwerk zu erstellen. In diesem Filternetzwerk lassen sich zwischen der vordefinierten Quelle swapfile_in und der Ausgabe swapfile_out eine große Anzahl von Filtern arrangieren. Dabei bietet GLAME nicht nur die eigenen sondern auch alle installierten LADSPA-Filter [9] zur Auswahl an. Natürlich lassen sich auch andere Quellen wie eine MP3-Datei oder ein Oszillator mit der vorgebenen Quelle kombinieren. Bei allen synthetischen Tonquellen muss man allerdings darauf achten, dass sie mit einem Repeater verbunden werden, falls man einen längeren Ton als Eingabe braucht. Natürlich lässt sich unter Filternetwork/New Filternetwork... auch unabhängig vom Wave-Editor ein Filternetzwerk erstellen, das man dann auf Dateien auf der Festplatte oder sogar auf eine Quelle an der Sound-Karte anwenden kann. Wenn man seinen eigenen Effekt fertig vernetzt hat, lässt er sich nicht nur normal abspeichern, man kann auch Ports mit einem Rechtsklick auf Ein- bzw. Ausgang der Bauteile umleiten und das komplette Netzwerk als neuen Filter registrieren, der dann wieder in einem anderen Netzwerk eingesetzt werden kann. Wem das alles zu graphisch ist, dem bietet GLAME auch noch ein Scheme-Frontend namens cglame, das auf der GLAME-Web-Site [8] dokumentiert ist. Auch wenn das Frontend nicht besonders intuitiv ist, bietet es einige interessante Möglichkeiten hinsichtlich der Automatisierung.

Abbildung 1: Ein kleiner Filter in GLAME
Abbildung 2: Ein Beat-Sample im Wave-Editor

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