Abgemahnt

… wurde vor kurzem die Universität Magdeburg von der Anwaltskanzlei Reinhard Skuhra Weise & Partner. Grund: Die Homepage des Uni-Mitarbeiters Kai-Uwe Sattler, der dort den KIllustrator vorstellt. Die Anwälte warfen der Universität vor, dies verletze Markenrechte ihrer Mandantin Adobe und sei außerdem rufschädigend. Neben der strafbewehrten Unterlassungserklärung lag der Abmahnung eine Rechnung über 4686 Mark plus Mehrwertsteuer bei.

Nachdem die Anwälte sich zuerst weigerten, auf das Angebot Sattlers, die Open-Source-Software umzubenennen, einzugehen, scheinen sie nun einzulenken. Bei Drucklegung dieses Heftes hat Adobe erklärt, dass es der Firma lediglich darum gehe, die Markenrechte des Produkts Adobe Illustrator zu schützen. Die Verbreitung des KIllustrator wolle man nicht verhindern; der Autor müsse lediglich den Namen des Programms abändern. Dabei sollen dem KIllustrator-Entwickler keine Kosten entstehen.

Die Universität hat mittlerweile selbst eine Kanzlei mit der Wahrung ihrer Interessen betraut. Wie auf das Adobe-Angebot reagiert wird, wollen die Magedburger nun erst einmal mit den eigenen Anwälten besprechen. Aber wie es scheint wird KIllustrator vorsichtshalber erst einmal in Kontour umbenannt. Fortsetzung folgt…

Ohne Worte

… oder besser gesagt, ohne Word wird vielleicht bald der eine oder andere Vielschreiber sein, wenn die Entwicklung von KOffice, der Office-Suite des KDE-Projekts, im gleichen Tempo weitergeht wie in den letzten Monaten. Vor Kurzem haben die Entwickler die dritte Beta-Version der kommenden 1.1er Version veröffentlicht, die wieder mit einigen Neuerungen aufwarten kann.

Eine der Hauptneuerungen ist die Integration von KGhostview zur Druckervorschau (wer sich dieses Feature zu Nutze machen möchte, muss allerdings über kdelibs der 2.2er Serie verfügen) sowie eine deutlich verbesserte Darstellung eingebetteter Bilder etc. in KWord-Dokumenten. Darüber hinaus wartet KWord nun mit der Möglichkeit der Autokorrektur, einer weiter verbesserten Rechtschreibkorrektur, einer neuen Preview-Alternative (mehrere Seiten in einer Reihe) sowie einer deutlich reduzierten Ladezeit bei großen Dokumenten auf. Trotz des Beta-Status sollte diese Version um einiges stabiler laufen als die mit KDE 2.0 veröffentlichte Version 1.0.

Glossar

ActiveX

Diese von Microsoft entwickelte Technologie wird dazu verwendet, Web-Seiten Multimedia-Elemente wie Video, Audio, Animation und "virtuelle Realität" hinzuzufügen. Dazu setzen die Entwickler sogenannte ActiveX-Controls zum Verbinden und Einbetten von Objekten ("Object Linking and Embedding" OLE) ein. ActiveX wurde zwar als plattformübergreifende Lösung angepriesen, wird aber nicht von allen Betriebssystemen unterstützt. Die Gefahr der ActiveX-Komponenten liegt darin, dass es sich dabei um ausführbaren Inhalt handelt. Wenn diese Funktion beispielsweise in Microsofts Internet Explorer aktiviert ist, können beim Besuch einer Webseite Programme auf den PC geladen werden, die einen Zugriff auf den Rechner erlauben.

QuickTime

Von Apple definierter Standard zur Übertragung von Bild- und Audiodaten. Wird meistens für kleinere Filme verwendet.

Flash

Ein Programm der Firma Macromedia zum Erstellen vektorbasierter Animationen für Webseiten. Zum Abspielen des gleichnamigen Dateiformats ist der Flash-Player als Browser-Plugin nötig.

IMAP

Abkürzung für "Internet Mail Access Protocol", eine Zugriffsmöglichkeit auf E-Mail. IMAP ermöglicht nicht nur das gezielte E-Mail-Holen vom Server, sondern auch das dortige Bearbeiten (Löschen, besonders hilfreich in Zeiten immer dreister werdender Spammer, Umbenennen oder Sortieren in Unterverzeichnisse). Außerdem können E-Mails nur auszugsweise geladen werden.

CVS

Gerade wenn mehrere Entwickler an einem Softwareprojekt arbeiten, ist ein Verfahren nötig, das verhindert, dass jemand Änderungen seiner Mitprogrammierer aus Versehen überschreibt oder die einzige funktionsfähige Version zerstört. Viele Projekte verwenden daher ein "Concurrent Versions System". Aus einem CVS-Dateibaum kann auch ein älterer Entwicklungsstand jederzeit rekonstruiert werden, doch am häufigsten wird er natürlich verwendet, um den aktuellen Programmcode zu erhalten.

Client-Server

Gemeint ist ein Modell der Arbeitsaufteilung und der Verteilung von Zuständigkeiten zwischen Programmen. Das Server-Programm ist ein Dienstprogramm, das Kunden-("Client"-)Programmen Dienste zur Verfügung stellt. In die Welt der Rechner übertragen, nennt man einen Computer, der für andere Computer des Netzes, die Clients, Dienstleistungen wie zum Beispiel Anwendungsprogramme, Speicherplatz oder Rechnerleistung zur Verfügung stellt, ebenfalls einen Server.

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