Home / LinuxUser / 2001 / 08 / Semiaktive ISDN-Karte Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(233 Punkte bei 16 Stimmen)
Re: War doch klar...
(162 Punkte bei 6 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Fix gefaxt

Semiaktive ISDN-Karte Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI

01.08.2001 Im modernen Büro ist der Kopierer ist längst Scanner und Drucker gewichen, Modem und Anrufbeantworter sind der ISDN-Karte zum Opfer gefallen. Mit der Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI können Sie auch Ihr Telefax in Rente schicken.

Die Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI zählt zur Kategorie der semiaktiven ISDN-Karten. Im Unterschied zur rein passiven Fritz-Familie von AVM enthält die Sedlbauer-Karte zusätzliche Prozessoren, die den Rechner bei Aktivitäten wie Fax oder Anrufbeantworter deutlich entlasten – Eigenschaften, die sonst nur aktive ISDN-Karten zu Preisen von weit über tausend Mark bieten.

Probleme mit Treibern gibt es bei Sedlbauer höchstens unter Windows, der Grafenauer Hersteller hat sich gänzlich dem freien Betriebssystem verschrieben und steckt das Geld in den Linux-Support statt in Windows-Treiberentwicklung. Die Speed-Fax Plus ist nicht nur für SuSE Linux zertifiziert, Sedlbauer bietet die ISDN-Karte für einen Aufpreis von 50 Mark sogar im Bundle mit der jeweils aktuellen Professional-Variante an.

Hylafax

Die Installation als ISDN-Karte verläuft unter SuSE 7.2 und Red Hat 7.1 unspektakulär. Die Konfiguration der Fax-Software Hylafax hingegen ist sehr umständlich. Zuerst müssen Sie das Paket hylafax installieren und einen symbolischen Link anlegen:

ln -sF /dev/ttyI0 /dev/modem

Das für die Hylafax-Einrichtung zuständige Programm faxsetup arbeitet nur im Textmodus und in Englisch. Wir haben Ihnen in Tabelle 1 die Liste der Fragen zusammengestellt, teilweise mit Erklärung und Standard-Werten. Damit gerüstet sollten Sie faxsetup auch ohne Englisch-Kenntnisse verwenden können.

Das Werkzeug faxaddmodem dient dazu, den Modem-Teil der Sedlbauer-Karte einrichten. Sie können es später zur Anpassung der Einstellungen benutzen, Tabelle 2 enthält die nötigen Erklärungen und Standard-Werte. Sie können faxaddmodem am Ende von faxsetup ausführen lassen oder von Hand aufrufen.

Zum Abschluss der Installation müssen Sie noch zwei Dateien anpassen. In /etc/inittab von SuSE 7.2 finden Sie die Zeile:

#mo:35:respawn:/usr/lib/fax/faxgetty /dev/modem

Die Raute am Anfang der Zeile muss entfernt werden. Nach Speichern der Datei geben Sie an der Kommandozeile kill -1 1 ein, womit init seine Konfiguration überprüft und das soeben freigeschaltete Programm faxgetty startet. Sollte die Zeile fehlen, tragen Sie sie von Hand nach.

Die zweite Änderung erfolgt in der Datei /var/spool/fax/etc/config.modem. Suchen Sie nach der Zeile, die mit #ModemResetCmds beginnt. Die Raute am Anfang muss entfernt werden, zwischen die beiden Anführungszeichen müssen Sie nun die MSN-Zuweisung des Modem-Teils eintragen. Folgendes Beispiel zeigt die geänderte Zeile für die Telefax-Nummer der Redaktion, 99341199:

ModemResetCmds: "AT&E99341199"

Bedenken Sie bei der Auswahl der Nummer, dass Anrufe automatisch entgegen genommen werden. Sie können für jeden ISDN-Anschluss bis zu zehn MSNs (Rufnummern) kostenlos beantragen, es sollte somit keine Engpässe geben. Nach Aufruf von /etc/init.d/hylafax restart ist Ihr Fax-System nun einsatzbereit.

Gnome-Fax

Mit gfax und susefax stehen zwei komfortable Frontends zur Verfügung, mit denen Sie Telefaxe versenden und empfangene ansehen können. Das zu Gnome gehörende gfax bereitete uns im Test arge Probleme. Immer wieder kam es bei Verwendung des Telefonbuchs oder Abfrage des Status von Hylafax zu Abstürzen.

Vor Verwendung von gfax muss das Programm eingerichtet werden. Momentan ist es erforderlich, in den Einstellungen unter Benutzer die Mail-Benachrichtigung zu aktivieren und eine gültige Adresse anzugeben. Zudem muss wie in Abbildung 1 zu sehen unter System Hylafax als Agent eingetragen und die eigene Telefonnummer angegeben werden. Das Feld Amtsholung dürfen Sie nicht ausfüllen – im Test erhielten wir bei so generierten Fax-Aufträgen stets die Angabe, die Gegenstelle sei besetzt. Nach Abschluss der Einrichtung sollten Sie gfax neu starten, um Folgefehler zu vermeiden.

Abbildung 1: Beim ersten Start von gfax muss zunächst der korrekte Fax-Agent angegeben werden. Die Amtsholung für Nebenstellen funktioniert in der getesteten Version 0.4.2 nicht

Abbildung 2 zeigt das Hauptfenster von gfax kurz vor Versand einer Testseite. Da die Amtsholung zur Zeit nicht funktioniert, haben wir die notwendige Null der Telefonnummer voran gestellt. An dieser Stelle dürfen keine Trenner angegeben werden, diese führen zu Problemen beim Fax-Versand. Die Felder für Organisation und Betreff funktionieren ebenfalls noch nicht.

Abbildung 2: Das zu Gnome gehörende Fax-Frontend gfax hat noch einige Fehler, zeichnet sich aber durch die leichte Bedienbarkeit aus. Telefonbuch und Statusmeldungen bringen gfax jedoch zum Absturz

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

796 Hits
Wertung: 92 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 2 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...