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Roaring Penguin Software's DSL-Software

Gut gebrüllt

Wessen Linux-Distribution noch kein komfortables DSL-Frontend mitbringt, der wird sich über das freie Konfigurations-Tool von Roaring Penguin Software freuen: DSL in wenigen Schritten.

DSL bietet den zur Zeit schnellsten Internet-Zugang, der für Privatpersonen erschwinglich ist, aber auch für kleinere Unternehmen kann ein DSL-Router eine günstige Möglichkeit sein, alle Mitarbeiter ins Internet zu bringen, auch wenn hier die günstigen Flatrate-Tarife ausscheiden, da deren Vertragsbedingungen eine Mehrfachnutzung des Zugangs ausschließen.

Alles, was Sie zum Aufbau einer DSL-Verbindugn benötigen, ist neben einer bereits eingerichteten und funktionierenden Netzwerkkarte den PPP-Daemon pppd (in Version 2.3.7 oder besser), welches auch zur Einwahl via Modem verwendet wird - daneben natürlich die hier beschriebene Software rp-pppoe, die Sie auf der Heft-CD finden. Als Standard-Paket ist der PPP-Daemon (im Paket ppp) in der Regel installiert; sollte Ihre Version zu alt sein, verwenden Sie die aktuellste Version von ftp://cs.anu.edu.au/pub/software/ppp/ppp-2.4.1.tar.gz (oder von der Heft-CD).

Schnell-Installation

Anders als bei den meisten Programmpaketen, die im Source-Code vorliegen, ist bei rp-pppoe kein Unix-Dreischritt ./configure; make; make install notwendig: Entpacken Sie als Administrator root das Paket (z. B. in /usr/local/src, wechseln Sie in das neue Verzeichnis rp-pppoe-3.0 und geben Sie dort

[root@dual /root]# ./go-gui

ein. Dadurch werden in zwei Schritten die Kommandozeilen-Tools und ein komfortables GUI, tkpppoe, übersetzt und installiert; das GUI startet bei Erfolg sofort und erlaubt die Einrichtung der DSL-Verbindung (Abbildung 1).

Abbildung 1: "./go-gui" übersetzt und startet das Frontend

Wir gehen nun durch die ersten drei Tabs des Konfigurationsdialogs; die Einstellungen im vierten (Advanced) können Sie unverändert übernehmen.

Basic

Unter Connection Name tragen Sie den Namen Ihres Internet-Providers ein, z. B. "T-Online". Das Feld User Name enthält den vom Provider für die Einwahl vergebenen Namen; eine Besonderheit ist aber, dass wegen der Direktverbindung zur Gegenstelle (ohne Verwendung einer Einwahl-Rufnummer) bei DSL hier zusätzlich kenntlich gemacht werden muss, welcher Provider verwendet wird:

  • Bei T-Online wird an die User-ID der Form "123456789012345612345678901234560001" noch die Kennung "@t-online.de" angehängt, also: "123456789012345612345678901234560001@t-online.de",
  • bei 1&1 Internet wird hingegen vor den Benutzernamen (etwa "1234-567" noch ein "1und1/" gesetzt, also: "1und1/1234-567". T-Online und 1&1 sind die wohl verbreitetsten Anbieter einer DSL-Flatrate; nutzen Sie die Dienste eines anderen Anbieters, sollten Sie der Dokumentation entnehmen, wie der Username zu ergänzen ist. Das Feld Network können Sie leer lassen, und in Password geben Sie das Passwort an, das Sie vom Provider erhalten haben.
Abbildung 2: Basic - hier geben Sie Ihre Benutzerdaten ein

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