Home / LinuxUser / 2001 / 08 / Open Source in Hollywood

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(271 Punkte bei 22 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Startup

Open Source in Hollywood

01.08.2001

Es war nur eine Frage der Zeit, wann Hollywood das Phänomen Open Source als leinwandtauglichen Stoff für sich entdeckt. Am 28. 6. startet in den deutschen Kinos der Film Startup, in dem Regisseur Peter Howitt (Im Namen des Vaters) sich der Materie angenommen hat, die der Feder von Howard Franklin (Der Name der Rose) entsprungen ist.

Die LinuxUser-Redaktion hatte Gelegenheit, den Film vorab zu sehen. Pflichtprogramm, denn immerhin waren Linus Torvalds und John 'Maddog' Hall (Linux International) sowie Miguel de Icaza (GNOME, Ximian) technische Berater, und so bestand Hoffnung, dass der versierte Zuschauer nicht mit unsinnigen Vorgängen und Interfaces gequält werden würde.

Ursprünglich lautete der Arbeitstitel des Filmes "Antitrust" (unter diesem Titel kam der Film auch in den Vereinigten Staaten in die Kinos), und damit war die Zielrichtung klarer zu erkennen: Angriff auf die Monopole, und da gibt es heute in der Software-Welt eigentlich nur das von Bill Gates. So pendelt der Film zwischen Garage und dem High-Tech-Campus des Konzerns "Nurv" (Never Underestimate Radical Vision). Dessen Chef, Gary Winston (Tim Robbins, "The Player") schwebt ein globales Kommunikationsnetz via Satellit vor. Kleines Problem: Die Download-Zeiten sind aufgrund der geringen Bandbreite zu lang.

Abbildung 1: Milo Hoffman und Gary Winston werden sich einig

Auftritt der Garagen-Kinder: Milo Hoffman (Ryan Phillippe) und Teddy Chin (Yee Jee Tso) basteln an einem ähnlichem Projekt und stehen kurz vor der Firmengründung. Aus diesem Grund stehen sie beide ganz oben auf der Wunschliste von Winston, den Robbins als eine Mischung aus Bill Gates und Steve Ballmer in Szene setzt. Milo lässt sich anwerben, während Teddy Chin seinen Wurzeln treu bleibt: Ihre Software sollte Open Source werden, verdient werden sollte über den Support.

Milo ist fasziniert von Gary Winstons Charisma, der ihm unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet. Und bleibt die Arbeit mal in einer Sackgasse stecken, so zaubert Winston noch ein Ass in Form eines neuen Stücks Code aus dem Ärmel. Erst nach dem Mord an Milos Freund Teddy Chin stellt Milo Hoffman Fragen. Die Antworten setzen sich wie Puzzlesteine zu einer ungeheuerlichen Verschwörung zusammen.

Abbildung 2: Bald schon merkt Milo, dass er nicht nur von Freunden umgeben ist

Am Ende, als Milo nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, besinnt er sich auf seine Wurzeln und gpl'd in einer spektakulären Aktion die gesamte Software, die er für Nurv entwickelt hat.

Der Film beschert einem immer wieder amüsante Highlights: So tauchen Scott McNealy (CEO Sun Microsystems) und Miguel de Icaza (GNOME) in Nebenrollen auf. Außerdem sieht man in einer Einstellung in der Draufsicht einen Hacker mit einem (roten?) Hut vor einem Rechner sitzen …

GNOME im Einsatz

Wohl aufgrund des Einflusses von Icaza und des hohen Verbreitungsgrades durch Red Hat in Amerika ist in zahlreichen Einstellungen der GNOME-Desktop zu sehen. Und in einer Information des Verleihers war zu lesen, dass die Verantwortliche für die Inszenierung der Computer-Szenen sogar "ein Stück echten Computercode gefunden hat, der im Film verwendet wurde."

Freiheit statt Freibier

Angenehm war auch die Abwesenheit riesiger Access denied-Bildschirme und abstruser Erklärungen in der Art "Wir loggen uns gerade in den Zentral-Computer ein." Was bleibt, ist ein solider Hollywood-Film mit den bekannten Stilelementen und einem Schuss Open-Source-Philosophie. Diese wird tatsächlich richtig interpretiert: im Sinne der Freiheit des Wortes und nicht als Freibier.

Letzendlich greift der Film ein Thema auf, dass die Bewegung als solche noch lange Zeit beschäftigen mag: Den Diebstahl von freiem Code und dessen Einsatz in kommerziellen Projekten. Das Szenario ist nicht vollkommen aus der Luft gegriffen.

Startup

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Genre: Thriller

Abspiellänge: 111 Minuten

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

448 Hits
Wertung: 110 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...