Arbeitstier

Ein weiteres wichtiges Helferlein ist der mitgelieferte Dateimanager XFTree. Wer ihn startet, mag vielleicht zunächst vom mageren Äußeren enttäuscht sein, doch auf den zweiten Blick ist dieser ausgesprochen nützlich: Er versteht Drag & Drop, und somit kann man nicht nur die zwei von zahlreichen Norton-Commander-Clones bekannten Dateilisten hierfür verwenden, sondern auch noch eine dritte Dateiliste in Form eines dritten Fensters öffnen – ideal für Aufräumarbeiten. Auch entspricht das Konzept dem jüngsten Trend: Es wird lediglich ein Verzeichnisbaum dargestellt, in dem die Dateien eingegliedert sind (und nicht nur eine Dateiliste mit den Verzeichnissen des aktuellen Pfades). Drag & Drop funktioniert aber nicht nur zwischen den Fenstern des Dateimanagers – auch kann eine Textdatei z. B. auf das Editor-Icon des Main Panels gezogen werden, um diese zu öffnen. Da XFce gerne gängige Standards verwendet, funktioniert Drag & Drop auch aus einigen anderen Dateimanagern heraus – so zum Beispiel aus dem GNOME Midnight Commander oder KDEs Konqueror.

Noch nicht ganz ausgereift wirkt XFtree beim Öffnen der Dateien über die Dateinamenerweiterungen: Soll hier ein anderes Programm als das vorkonfigurierte verwendet werden, so muss dies noch von Hand in der Konfigurationsdatei ~/.xfce/xtree.reg mitgeteilt werden.

Abbildung 10: Kopieren zwischen zwei XFTree-Fenstern

Spürnase

Dr. Watson werden Sie bei XFce zwar nicht benötigen, doch beginnt einmal die Abenteuerreise durch die Hinterlassenschaften vergangener Computer-Aktivitäten, so steht mit XFGlob ein praktisches Suchwerkzeug zur Verfügung: Die Suche kann nicht nur über den Pfad oder über Dateinamenfilter, sondern auch über den Dateiinhalt oder die Dateiart (Binary oder nicht?) eingegrenzt werden (neben zahlreichen weiteren Optionen).

Abbildung 11: XFGlob bietet umfangreiche Suchfunktionen

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