XFce
Jo´s alternativer Desktop
Der Herr der Fenster …
Interessanter wird es erst wieder im dritten Karteireiter, der sich mit dem Verhalten und Aussehen des Window-Managers xfwm beschäftigt. Sowohl Click to focus als auch Auto raise werden geboten – letzteres leider ohne konfigurierbare Zeitverzögerung (womit die Liste der Makel dieses Window Managers auch schon durch wäre). Dafür glänzen aber andere Merkmale: So stehen z. B. drei Fensterdekorationen zur Wahl – XFce, Mofit (kein Tippfehler!) und Trench, und reicht somit vom hauseigenen Look über den klassischen Linux-Desktop bis hin zum Flair eines Apple Macintosh.
Die Fenster docken beim Verschieben an anderen Fenstern (sowie am Bildschirmrand) an. Somit lässt sich ein Fenster leichter plazieren, ohne dass es versehentlich den sichtbaren Bereich verlässt. Schön am Window Manager ist auch das Handling der virtuellen Desktops: Um zwischen ihnen zu wechseln, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- über den XFPager (per Default in der linken oberen Ecke),
- über das Main Panel,
- mit einem Klick der mittleren Maustaste,
- oder aber durch konsequentes Schieben der Maus über den Bildschirmrand hinaus. Soll ein Fenster der Mausreise folgen, so kann es einfach mit dem Kreissymbol in der Titelleiste festgepinnt werden. Schön ist auch, dass jedem virtuellen Desktop ein eigener Hintergrund zugewiesen werden kann. Zudem lassen sich die Fenster bei Platzmangel nicht nur auf ein traditionelles Icon minimieren, sondern auch auf ihre Titelleiste reduzieren – wahlweise über einen weiteren Button in der Titelleiste oder per rechte, Mausklick auf die Titelleiste. Wer sein KDE- oder GNOME-Menü sucht, findet dies mit der linken Maustaste auf dem freien Desktop, während die mittlere Maustaste stets die Funktionen der aktiven Titelleiste parat hält. Und wenn trotz all dem eine gestartete Anwendung nicht mehr auf seinem Desktop zu finden ist (bzw. diese durch ein voreiliges Auto raise überdeckt wurde), hilft die rechte Maustaste.
… und seine Untertanen
Der letzte Karteireiter des Setup-Dialoges bindet die zusätzlichen Tools des XFce ein - wer z. B. lieber mit den Ressourcen geizt, kann die Systemklänge dort gänzlich deaktivieren (und wer es sich zwischendurch doch noch anders überlegt, startet diese - wie jedes andere Tool des XFce auch - einfach manuell aus dem Menü des "Main Panels").
Kniffeliger gestaltet sich hier der Einsatz des Backdrop Manager, über den Grafiken statt Farben (oder Farbverläufen) als Desktop-Hintergrund eingestellt werden können: Leider kann dieser nicht mit den virtuellen Desktops umgehen, und so kann nur eine Grafik für alle gesetzt werden. Wer nun beim Umschalten auf einen anderen virtuellen Desktop plötzlich wieder eine einfache Farbe antrifft, sollte im Setup-Dialog das Kästchen Repaint root Window of Workspace deaktivieren.



