NLS …

… ist das "GNU Translation Project", das auch von den XFce-Erschaffern unterstützt wird. Wer seine Oberfläche gerne auf Deutsch antreffen würde, erreicht dies – sofern nicht distributionsseitig bereits voreingestellt – durch das Setzen der Variablen LC_ALL auf "de_DE": Dies geschieht z. B. mit dem Befehl

# export LC_ALL="de_DE"

Wer eine solche Zeile nach jedem Einloggen erneut tippen muss aber eigentlich nicht tippen mag, trägt diese als vorletzte Zeile in seiner von xfce_setup erstellten Datei ~/.xinitrc ein. Und schon mit dem nächsten Start der grafischen Oberfläche wird es ein wenig gemütlicher im neuen Zuhause sein.

Abbildung 2: deutsches Menü im Dateimanager XFTree

Wer nun lieber selber die neu erschaffene Desktop-Welt erkunden möchte und hierbei doch einmal hängen bleibt, dem sei der knappe, aber ausreichende Users' Guide unter /usr/(local/)share/xfce/help/help.html empfohlen. Leider ist er noch auf dem Stand der Version 3.7, aber ebenso gültig. Doch tasten wir uns langsam durch dieses Desktop-Environment:

Auffallend …

… ist wohl das Main Panel am unteren Bildschirmrand. Dieses ist nicht – wie von manch anderer Desktop-Oberfläche gewohnt – fest an seinem Platz verankert, sondern kann an der gestreiften Fläche mit der Maus frei auf dem Desktop plaziert werden. Die kleine Schaltfläche links außen beendet ebenso die X-Session wie der Quit-Button im mittleren Bereich. Beide verrichten ihren Dienst aber niemals ohne vorherige Rücksprache beim Mauseigner. Die rechte kleine Schaltfläche minimiert das Main Panel, als wäre es ein ganz normales Programm (was ein Panel im Grunde auch ist). Ein einfacher Mausklick auf ein Icon startet das zugehörige Programm – und über diesen Icons befinden sich aufklappbare Menüs, aus denen weitere Programme aufgerufen werden können.

Ein nettes Feature ist der untere Balken in diesen aufklappbaren Menüs: Hiermit kann ein Menü dauerhaft abgetrennt und frei auf dem Desktop plaziert werden.

Abbildung 3: Das Main Panel – u. a. mit abgerissenem Menü

Neu am Panel ist die Möglichkeit, die Anzahl der Icons bzw. Menüs zu wählen (maximal zwölf sind vorgesehen, was jedem Anwenderprofil genügen sollte). Ebenso ist nun sowohl die Größe der Icons als auch die Darstellung der Menüs in drei Stufen wählbar, was XFce flexibler denn je macht und einen wichtigen Schritt zum erklärten Ziel bedeutet: it einem modernen Environment auch auf schwächeren Rechnern ungehindert arbeiten zu können.

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