Ans Netz mit isdnconfig
ISDN-Konfiguration auf der Konsole
Die Konfifuration der Datei ipppd.ippp0
Wichtig ist in der Datei /etc/isdn/ipppd.ippp0 vor allem die Sektion:
# AUTHENTICATION # name
# set local name for auth # user
# set name for auth with peer
In die Zeile name tragen Sie Ihre Benutzerkennung beim Provider, wie z. B. Ihre T-Online-Nummer ein, wobei Sie als T-Online-Kunde das # in der Nummer in Anführungszeichen setzen, oder mit einem Backslash versehen müssen, da Ihr System die Folgezeile sonst für einen Kommentar hält. Das Kommentarzeichen zu Beginn der geänderten Zeile müssen Sie natürlich unbedingt entfernen, wenn Ihre Konfiguration auch greifen soll.
name 123456789112"#"0001 oder name 123456789112\#0001
In manchen Fällen ist es notwendig, dass Sie statt der name-Zeile den Eintrag user freischalten und Ihren Bedürfnissen anpassen:
user ihr.benutzername
Und zum Schluss, bevor Sie sich der Datei /etc/isdn/device.ippp0 zuwenden, löschen Sie noch den Eintrag Warning! not configured yet, den Sie am Anfang der Datei finden:
# REMOVE the next line once configuration ist complete # Warning! not configured yet # REMOVE the above line once configuration ist complete
Die Konfiguration der Datei device.ippp
Den Warnhinweis zwischen den REMOVE-Zeilen, den Sie in der Datei /etc/isdn/ipppd.ippp0 gelöscht haben, müssen Sie auch in der Datei /etc/isdn/device.ippp0 tilgen, die Sie nun mit Ihrem Texteditor geöffnet haben. Auch hier sind für den Anfang nur wenige Änderungen notwendig.
LOCALIP=10.0.0.1 REMOTEIP=10.0.0.2
Die Einträge LOCALIP und REMOTEIP betreffen die IP-Adresse Ihres lokalen Rechners und die des Einwahl-Servers Ihres Providers. Hier brauchen Sie noch keine Einstellung zu konfigurieren. Der Wert 10.0.0.1 steht stellvertretend für eine dynamische IP, und die IP-Adresse der Variablen REMOTEIP wird automatisch von dem Rechner gesetzt, bei dem Sie sich einwählen.
Im Abschnitt # Phone numbers (without the leading zero) tragen Sie hinter LOCALMSN die Telefonnnumer ein, die Sie Ihrem ISDN-Gerät zuordnen möchten. Der Eintrag REMOTEMSN steht für die Rufnummer Ihres Providers parat. Die führende Null der Telefonnummern lassen Sie weg. In der Welt der ISDN-Begriffe hat das Kürzel MSN übrigens nichts mit Microsoft zu tun, sondern es bedeutet Multiple Subscriber Number (auf Deutsch etwa Mehrzweck- oder Mehrfachnummer).
LOCALMSN=ihre.telefonnummer REMOTEMSN=die.provider-einwahl
Wenn Sie den Eintrag DIALMODE von auto auf manual ändern, dann unterbleibt eine automatische Einwahl bei Ihrem Provider, wenn beispielsweise Ihr Browser dem Link einer HTML-Datei auf Ihrer Festplatte ins Internet folgen möchte.
DIALMODE=manual
Damit ist die Konfiguration der Dateien /etc/isdn/ipppd.ippp0 und /etc/isdn/device.ippp0 abgeschlossen. Bevor Sie jedoch das System startbereit machen, müssen Sie in der Datei /etc/resolv.conf noch den NameserverIhres Providers eintragen. Die entsprechenden Daten bekommen Sie von Ihrem Dienstleister:
# Die IP-Adresse Ihres Providers nameserver 123.456.789.10 # Die Domain Ihres Providers search ihr.provider.de
Auch die Dateien /etc/ppp/chap-secrets und /etc/ppp/pap-secrets brauchen zu guter Letzt noch etwas Beachtung. Hier speichert das System Ihre Benutzerkennung und Ihr Passwort. Wenn beide Dateien nicht vorhanden sind, können Sie sie mit dem Kommando touch (dateiname) in Ihr System einfügen und editieren sie wie folgt:
Ihr.Benutzername * Ihr.Passwort
Wie bereits im Abschnitt AUTHENTICATION der Datei /etc/isdn/ipppd.ippp0 ist es auch hier für die Kunden des Anbieters T-Online notwendig, das # Ihrer T-online-Nummer mit Anführungszeichen oder Backslash zu maskieren.
Nach diesem Schritt ist die Konfiguration Ihres ISDN-Anschlusses beinhahe komplett. Der Befehl /etc/init.d/isdnutils stop, mit dem Sie zu Beginn unseres Artikels schon Bekanntschaft gemacht haben, kommt jetzt zum Einsatz. Und kurz darauf starten Sie die isdnutils erneut, damit die geänderten Konfigurationen wirksam werden:
comone:~ # /etc/init.d/isdnutils start
Und nun müssen Sie nur noch eines tun: Den Browser starten und alle Vorteile der Kanalbündelung genießen.
Glossar
PPP
Point to Point Protocol. Verfahren zur Übertragung von Datenpaketen.
ISDN
Integrated Services Digital Network. Digitales Netz zur Übertragung von Daten.
IP-Adresse
32-Bit Zeichen zur Identifizierung von Rechnern und Netzen.
Nameserver
Rechner, der einen Domain-Namen in eine IP-Adresse übersetzt.



