Persönliches

Eine Reihe wichtiger Einstellungen, die sich in der Systemsteuerung von Windows finden, sind im Menü-Punkt Persönliche Einstellungen im Kontrollzentrum zusammen gefasst:

  • Die Eingaben im Bereich E-Mail entsprechen der Konfiguration eines E-Mail-Kontos mit Outlook Express oder Outlook. Darauf gehen wir in einem späteren Workshop zum Thema E-Mail-Clients genauer ein.
  • Im Bereich Land & Sprache haben Sie bereits die Umstellung auf der Registerkarte Regionales kennen gelernt. Je nach gewähltem Land setzt KDE für die Bereiche Zahlen, Währung, Zeit & Datum sinnvolle Zeichen und Werte ein. Diese können aber auch verändert werden.
  • Im Abschnitt Passwörter legen Sie fest, ob überhaupt und wenn ja welche Platzhalter bei der Passworteingabe erscheinen sollen. Der maximale Zeitraum, über den Passwörter gespeichert werden können, beträgt 1200 Minuten (also 20 Stunden).
  • Während der Installation haben Sie Modell und Layout Ihrer Tastatur angegeben. Diese Vorgaben können Sie im Bereich Tastatur-Layout ändern. Haben Sie zum Beispiel neuerdings ein Natural Keyboard angesteckt, können Sie dies im Dropdown-Menü Tastatur-Modell auswählen. Lassen Sie sich von der Angabe der "Primären Belegung" nicht verwirren: Wenn Sie bei der Installation die deutsche Tastaturbelegung festgelegt haben und hier nun beispielsweise "Englisch US" steht, heißt das nicht, dass Sie statt "y" ein "z" drücken müssen. Ehe Sie etwas verändern, sollten Sie die Tastaturbelegung testen.
Abbildung 12: Die Maus über Tasten navigieren
  • Standardmäßig sind SSLv2 und SSLv3 (Secure Sockets Layer) zur Verschlüsselung bei Transaktionen im Internet von KDE aktiviert. Der Nachfolger von SSL, TLS (Transport Layer Security), wird ebenso von KDE unterstützt. Welcher Sicherheits- und Verschlüsselungsstandard bei der Datenübertragung dann aber benutzt wird, hängt nicht von der grafischen Oberfläche und dem Browser ab, sondern vom Server der Gegenseite.
  • Die Zugangserleichterungen ermöglichen Einstellungen, mit denen das Arbeiten bei körperlichen Einschränkungen erleichtert wird. Zusätzlich zu einem akustischen Warnsignal kann ein optisches Signal konfiguriert werden. Die Maus sollte auch über die Tastatur des Nummern-Blocks zu navigieren sein. Bei unserer USB-Maus funktionierte dies allerdings nicht.

Auflösung ändern

Die Systemsteuerung von Windows und das Kontrollzentrum von KDE verfolgen in vielen Aspekten eine sehr ähnliche Systematik. Will man jedoch die Bildschirmauflösung und Farbtiefe des Monitorbildes verändern, begibt man sich bei Windows im Bereich Anzeige zur Registerkarte Einstellungen. Über ein Dropdown-Menü und einen Schieberegler sind die Monitor-Einstellungen schnell verändert (Abbildugn 13).

Abbildung 13: Bildschirmeinstellungen über die Systemsteuerung von Windows verändern

Diese Möglichkeit sucht man im KDE-Kontrollzentrum vergeblich. Um die Anpassungen vorzunehmen, müssen Sie ein anderes Tool starten. Soll es wie gewohnt über eine grafische Oberfläche verfügen, wählen Sie SaX oder SaX2. SaX steht für SuSE Advanced X Configuration Tool. Der Window Manager, zum Beispiel KDE, sorgt zusammen mit dem X-Server, der auf der Grafikkarte aufsetzt, für das Funktionieren der X-Window-Oberfläche von Linux. Verwendet Ihr System Xfree86 4.0 müssen Sie SaX2 zur Konfiguration starten.

Sie finden beide Tools über K/SuSE/Administration/Konfiguration/SaX oder SaX2.

Abbildung 14: Langer Weg zu SaX

Sind Sie nicht als root angemeldet, werden Sie zur Eingabe des Root-Passworts aufgefordert. Es dauert eine Weile, bis das Tool startet, da es zunächst die Daten der bestehenden Konfiguration einliest.

Da Sie eine bestehende Konfiguration ändern wollen, nämlich die Bildschirmauflösung und die Farbtiefe, wählen Sie im ersten Schritt den Punkt Vorhandene Konfiguration verwenden/ändern.

Abbildung 15: Dialogfelder erleichtern die Konfiguration

Mit SaX oder SaX2 können auch Einstellungen zu Maus, Tastatur und Grafikkarte angepasst werden. Klicken Sie so lange auf Weiter, bis die Sie zu den Desktop-Einstellungen gelangen. Klicken Sie dort auf Farbtiefe oder Auflösung und dann auf die Schaltfläche Eigenschaften.

Abbildung 16: Monitor-Einstellungen auf einen Blick

Im nächsten Dialog-Fenster finden Sie die gesuchten Eigenschaften auf der Registerkarte Farben. Angenommen, Sie wollen die Auflösung von 1024x768 auf 1152x864 Pixel erhöhen: Schauen Sie vorher ins Handbuch Ihres Monitors, ob er die Auflösung, die Sie einstellen wollen, auch beherrscht. Falls Sie Einstellungen zum horizontalen und vertikalen Frequenzbereich ändern wollen, halten Sie sich unbedingt an die Angaben im Handbuch des Monitors, denn sonst kann das Gerät irreparablen Schaden nehmen. (Dies gilt vor allem für sehr alte Monitore; neuere schalten bei falschen Signalen einfach ab.)

Öffnen Sie das Dropdown-Menü der Auflösungen und aktivieren Sie die gewünschte per Mausklick (Abbildung 17).

Abbildung 17: Alles sortiert in Dropdown-Menüs

In der Zeile ist jetzt die neue Auflösung hinzugefügt. Bestätigen Sie mit OK und Fertig. Vor dem Speichern und damit Festlegen der neuen Konfiguration sollten Sie diese testen. Klicken Sie auf Start (Abbildung 18).

Abbildung 18: Vor dem Speichern sollte eine neue Konfiguration getestet werden

Der Testbildschirm wird Ihnen von der Installation der SuSE-Distribution vielleicht noch bekannt vorkommen. Mit den kleinen Pfeilen rechts neben der Textzeile wählen Sie die gewünschte Auflösung aus. Das Tool stellt immer auch die niedrigeren Auflösungen zur Verfügung. Schieben Sie die Testgrafik über die Pfeilbuttons in die optimale Position, so dass die grauen Kästchen an den Ecken des Desktops zu sehen sind. Klicken Sie abschließend auf Konfiguration speichern. Sie können nun SaX beenden oder weitere Einstellungen anpassen.

Die Konfiguration des X Window Systems wird in der Datei /etc/X11/XF86Config gespeichert. Die Einstellungen können als root auch hier von Hand verändert werden.

Mehr Migration

Teil 1 dieses Workshops finden Sie im LinuxUser 07/2001, S. 58. Diese Reihe wird fortgesetzt und regelmäßig hilfreiche Informationen zum Windows-Linux-Umstieg liefern.

Glossar

root

Einer der Unterschiede zwischen Windows und Linux, mit dem der Umsteiger sofort konfrontiert wird, ist die Anmeldung im System. Der Grund: Linux ist ein Mehrbenutzersystem, ganz gleich, ob es sich um ein Netzwerk mit vielen Rechnern oder um den heimischen Einzelplatzrechner handelt. Nur der Systemadministrator "root" (Wurzel) verfügt über alle Rechte und Möglichkeiten der Veränderung des Betriebssystems. Schon während der Installation von Linux muss neben dem Systemadministrator mindestens ein "normaler" Nutzer angelegt werden. Für die täglichen Arbeiten mit Linux sollten Sie sich immer als "normaler" Nutzer einloggen, denn weil Ihre Rechte eingeschränkt sind, können Sie keinen Schaden im System durch Unachtsamkeit oder Unerfahrenheit anrichten.

X-Window

Ein X Window System, abgekürzt X, setzt sich aus einem X-Server, X-Clients und einem Fenstermanager zusammen. Diese Bestandteile stellen dem User eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung. Die meisten Linux-Distributionen ermöglichen die Konfiguration des X Window Systems bereits während der Installation. Ein X Window System ist netzwerkfähig, dass heißt, der X-Server muss nicht auf dem gleichen Rechner wie der Fenstermanager und die Clients laufen. Das spart Ressourcen. Beim heimischen Linux-Rechner laufen alle Module auf einem Rechner. Der X-Server verwaltet die Hardware. Er setzt also direkt auf der Grafikkarte auf. Ein X-Client, ein Programm, das etwas auf dem Bildschirm darstellen will, gibt seine Informationen an den X-Server, der sie wiederum an den Fenstermanager weiter gibt. KDE, GNOME, Windowmaker und andere sind zuerst einmal Fenstermanager. Sie steuern das Aussehen und Verhalten der Fenster und ermöglichen das Anlegen und Gestalten der virtuellen Desktops.

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