Home / LinuxUser / 2001 / 07 / schnörkellos und schnell: exim

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

schnörkellos und schnell: exim

01.07.2001 Das Aufsetzen eines Mail-Servers wie Sendmail raubt dem Anwender mitunter eine Menge Zeit. Wenn Sie jedoch Ihre Energie lieber in das Verfassen von Mails als in die Konfiguration des Servers stecken, dann könnte der MTA exim das Programm Ihrer Wahl werden.

Installation mit Fingerspitzengefühl

Wer von exim spricht, denkt in erster Line an die Distribution Debian, die exim als Standard-MTA bereitstellt. Durch das Paket eximconfig ist dort die Konfiguration schnell vollbracht. Aber auch als Benutzer einer anderen Distribution wie z. B. SuSE können Sie exim verwenden, wenn Sie für die exim-Installation eines rpm-Paketes oder tar.gz-Archivs etwas Fingerspitzengefühl aufbringen, was an dieser Stelle nicht verschwiegen werden soll. Eine komplette Installationsanweisung für die unterschiedlichen Distributionen und Problemstellungen würde leider den Rahmen dieses Artikel sprengen, eine ausgezeichnete Anleitung (nicht nur) zur Installation finden Sie jedoch auf der Webseite von Rene Sasse: http://www.world-email.cx.

Vor der Installation von exim vergewissern Sie sich, dass nicht schon ein MTA wie sendmail, postfix, qmail oder smail auf Ihrem Rechner arbeitet, indem Sie das Kommando telnet localhost smtp in die Shell eingeben und sich beispielsweise mit dem Befehl rpm -q -i sendmail darüber informieren, ob das entsprechende Paket installiert ist. Sollte bereits sendmail oder ein anderer Mailserver auf Ihrem Rechner laufen, müssen Sie ihn als root mit dem Befehl rpm -e --nodeps oder einem Konfigurationstool wie Yast deinstallieren. Mit der Option --nodeps ignoriert der Paketmanager alle Pakete, die ihre Arbeit von dem zu löschenden Paket abhängig machen, in diesem Fall also z. B. der Cron-Daemon (näheres zu Cron in Heft 12/2000, S. 80) oder der Mailreader mutt (weiteres zu mutt in Heft 05/2001, S. 86). Falls Ihnen das Entfernen von sendmail noch zu heikel erscheint, finden Sie eine detaillierte Einführung in dieses Thema in unserem Postfix-Artikel in Heft 10/2000, S. 42. Bevor Sie nun sendmail recyceln, stellen Sie als root mit dem Kommando type sendmail fest, auf welchem Pfad sendmail zu finden ist. Sie werden diese Information im weiteren Verlauf dieses Artikels noch brauchen.

Neue User für neue Aufgaben

Nachdem Sie sich von sendmail befreit haben, müssen Sie den User mail und die Gruppe mail anlegen. Ohne diesen User verweigert exim Ihnen jede Mitarbeit und die Installation kann nicht durchgeführt werden:

root@comone: # rpm -ihv exim-3.20-4.i386.rpm
 user mail does not exist - using root

Auch dazu können Sie zumeist das Konfigurationstool Ihrer Distribution benutzen, oder Sie führen die root-Kommandos groupadd und useradd aus. Zunächst fügen Sie eine neue Gruppe hinzu:

groupadd -g 15 mail

Die Option -g 15 weist der neu erstellten Gruppe mail die numerische Gruppen-Kennung (GID) 15 zu. Schauen Sie jedoch zuvor in die Datei /etc/passwd, ob ob es nicht bereits eine Gruppe mail gibt und falls nicht, welche Gruppen-ID noch frei ist. Die erste Zahl der Einträge in /etc/passwd bezeichnet die User-Kennung, die zweite die Gruppen-Kennung:

mail:x:38:15::/home/mail:/bin/bash

Dann erschaffen Sie den User mail

useradd -u 38 -g mail -d /home/mail -s /bin/bash mail

Hierbei steht -u für die einmalige numerische User-Kennung (UID), die Sie frei wählen können, die jedoch für System-Zugänge wie dem User mail kleiner als 100 sein sollte, -g für die Gruppe, der der User angehört, -d ist das Home-Verzeichnis, das eventuell neu erstellt wird, und -s die Standard-Login-Shell. Auch hier werfen Sie bitte zuvor einen Blick in die Datei /etc/passwd, welche UID unbelegt ist.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1651 Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...