ntop-logo.png

out of the box

Das Netz unter der Lupe

Es gibt tausende Tools und Utilities für Linux. "out of the box" pickt sich die Rosinen raus und stellt pro Monat ein Progrämmchen vor, das wir für schlichtweg unentbehrlich oder aber zu Unrecht wenig beachtet halten. Diesmal widmet sich der Artikel dem Netzwerkmonitor ntop.

Die zunehmend vernetzte Rechnerwelt hält mittlerweile auch in die Wohnzimmer Einzug. Die Zweit- oder Drittmaschine wird mit dem heimischen Hauptrechner verbunden und tauscht via TCP/IP munter Daten aus. Wer den Überblick über seine private Rechnerfarm und auch deren Netzverbindungen nach "draußen" behalten will, dem wird ntop von Luca Deri eine willkommene Hilfe sein.

Top N

Damit das Programm läuft, muss die ncurses-Bibliothek (inklusive zugehörigem Development-Paket) installiert sein. Weiterhin benötigen Sie die libpcap, die Sie sich von http://www.tcpdump.org/release/libpcap-0.6.2.tar.gz oder der Heft-CD besorgen können. Für das Übersetzen der libpcap brauchen Sie die Pakete flex und bison. Ntop selbst bekommen Sie unter http://www.ntop.org/ntop.html; es liegt natürlich auch auf CD bei.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, lässt sich ntop mit den folgenden Schritten kompilieren und installieren:

tar xzf libpcap-0.6.2.tar.gz
 cd libpcap-0.6.2
 ./configure --prefix=../libpcap
 make
 make install
 cd ..
 tar xzf ntop-1.1-src.tgz
 cd ntop-1.1
 ./configure
 make
 su  (root-Passwort eingeben)
 cp ntop /usr/local/bin
 cp ntop.8 /usr/local/man/man8
 exit

SUID oder nicht SUID?

Damit ntop direkten Zugriff auf Netzwerkpakete bekommt, muss es mit root-Rechten laufen. Zwei Möglichkeiten stehen dafür zur Verfügung: In Variante 1 verschaffen Sie sich mit dem su-Kommando (und entsprechendem root-Passwort) die nötigen Rechte, bevor Sie ntop starten, und geben diese nach dem Beenden des Programms mit exit wieder auf.

Alternativ vergeben Sie (als root) mit chmod 4755 /usr/local/bin/ntop das SUID-("Set UserID on execution")-Recht. So wird ntop – egal von welchem User gestartet – immer mit root-Rechten laufen.

Die erste Möglichkeit ist umständlicher, aber sicherer, da dann nur User mit Kenntnis des root-Passworts das Netz überwachen dürfen. Eine bessere, kontrollierte Zuteilung von root-Rechten an Benutzer bietet das Programm sudo, dessen Konfiguration aber den Rahmen des Artikels sprengen würde.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 02/2018: PAKETE VERWALTEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

sharklinux
Gerd-Peter Behrendt, 18.01.2018 23:58, 0 Antworten
Hallo zusammen, ich habe sharklinux von der DVD Installiert. 2x, jedesmal nach dem Reboot ist di...
Anfänger sucht Ratschläge
Alucard Nosferatu, 18.01.2018 21:56, 0 Antworten
Guten Tag, meine Wenigkeit würde gerne auf einer meiner Festplatten von meinen Feldrechnern e...
Suchprogramm
Heiko Taeuber, 17.01.2018 21:12, 1 Antworten
Hallo liebe Community, keine Ahnung ob dieses Thema hier schon einmal gepostet wurde. Ich hab...
Linux Mint als Zweitsystem
Wolfgang Robert Luhn, 13.01.2018 19:28, 4 Antworten
Wer kann mir helfen??? Habe einen neuen Laptop mit vorinstaliertem Windows 10 gekauft. Möchte g...
externe soundkarte Kaufempfehlung
lara grafstr , 13.01.2018 10:20, 3 Antworten
Hallo Ich bin auf Suche nach einer externen soundkarte.. Max 150 Euro Die Wiedergabe is...