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Vorabtest SuSE 7.2 Professional

01.07.2001 SuSEs sprichwörtlicher Versionsausstoß im Viermonatsrhythmus beschert Anwender/innen diesen Sommer das Upgrade auf SuSE Linux 7.2. Die letzte Beta der Professional-Variante für den deutschsprachigen Markt auf Basis des Kernels 2.4.4 konnten wir vorab einer Testinstallation unterziehen.

Spektakuläre Neuigkeiten im Sommerloch sind selten, dafür sorgt die Wahl der Kleidung in diesen Monaten für so manchen Hingucker. So betreibt auch SuSE mit der neuesten Ausgabe ihrer Linux-Distribution eher Modellpflege und putzt ein wenig am optischen Erscheinungsbild.

Neue Moden

Die vermutlich wichtigste Neuerung ist eine winzige: Die Tastenkombination [AltGr+E] erzeugt pünktlich zum Endspurt der Euro-Einführung das Euro-Zeichen (Abbildung 1). Allerdings nicht in allen Anwendungen: vi- und Emacs-Benutzer/innen gehen leer aus (obwohl der vi im Gegensatz zum Emacs Eurozeichen in einer eingelesenen Datei richtig darstellt). Auf der sicheren Seite ist man bei KDE-Anwendungen, auf der Konsole und in einem xterm; das gnome-terminal wie auch sonstige GNOME-Applikationen sind dagegen nicht "Euro-ready", liegen aber immerhin in der aktuellen Version 1.4. vor.

Abbildung 1

Abbildung 1: KDE-Anwendungen sind Euro-ready, GNOME-Anwendungen nicht

Auf KDE 1.x hingegen muss man verzichten, doch dies wird für die wenigsten Anwender/innen ein unüberwindliches Problem darstellen, da KDE-1.x-Anwendungen, von denen noch keine Version für KDE 2.x existiert, in der Regel weiterhin laufen.

Dafür erlaubt der neue SuSEwizard eine Auswahl zwischen K-Menü mit eingebettetem SuSE-Menü oder dem reinen SuSE-Menü als Startmenü (Abbildung 3). Auch das Erscheinungsbild des KDE-Desktops (KDE-Look&Feel oder SuSE-Aussehen) kann man hier festlegen. Viel mehr lässt sich mit dem Programm aber nicht zaubern, dafür wirkt es ergonomisch noch recht unausgegoren: Wer erwartet schon, dass der Weiter-Knopf auf der Menüseite das Programm beendet? Ein nichtvorbereiteter Anwender, nach der Installation automatisch mit der Einstiegsseite des Wizards (Abbildung 2) konfrontiert, wird ohnehin gern übersehen, dass sich dieser außer Links auch noch etwas Funktionalität entlocken lässt.

Abbildung 2

Abbildung 2: Was ist daran Wizard? (Antwort: Der Weiter-Knopf rechts unten)

Abbildung 3

Abbildung 3: Aus dem mageren Repertoire eines Zauberers

Acessoirs

Interessanter ist manch innerer Wert: So kann die fortgeschrittene Anwenderin jetzt auch von ReiserFS-Partitionen booten, und wer sicherstellen will, das Festplattendiebe nichts mit den darauf gespeicherten Daten anfangen können, stellt für sensible Partitionen bei der Fortgeschritteneninstallation ein, dass die Daten verschlüsselt abgelegt werden (Crypto-Dateisystem). Vor dem Mounten der Partition (z.B. beim Booten) wird dann die Eingabe eines Passworts fällig.

Ebenfalls für Fortgeschrittene gedacht ist die Möglichkeit, mit dem Logical Volume Manager (LVM) mehrere physikalische Partitionen zu logischen Einheiten ("Volumes") zusammen zu gruppieren und wie eine Partition zu behandeln. Momentan ist das jedoch nur für Besitzerinnen vieler kleiner Festplatten interessant, denn eine nachträgliche Änderung der bei der Installation festgelegten Zusammenstellung (z.B., wenn eine Partition vollzulaufen droht) ist noch nicht möglich. SuSE will hier nachträglich ein YaST2-Modul zur Verfügung stellen.

Die Netzwerkkonfiguration hingegen hat es immer noch nicht in die Installationsroutine (oder ggf. den SuSEWizard, damit man auch ohne langwieriges Suchen darauf stößt) geschafft; dafür die Festlegung, ob die Systemuhr nach GMT oder lokaler Zeit läuft.

Alles in allem lässt diese Beschränkung auf Detailverbesserungen auf eine Version hoffen, die Umsteiger/innen weniger Unpässlichkeiten beschert als die Vorversion. Doch das muss die neue SuSE erst noch im ernsthaften Einsatz beweisen.

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